MARKTSTEFT

Da möchte man noch mal Kind sein

Ein großes Lob stellte Marktstefts Bürgermeister Thomas Reichert am Sonntag den zwölf Beschäftigten des Kindergartens aus. Denn eine zehnmonatige Umbau- und Erweiterungs-Phase während des laufenden Kindergartenbetriebs hatte dem Personal Nerven gekostet und einiges an Belastungen mit sich gebracht. „Jetzt können alle stolz auf unseren rundum erneuerten Kindergarten sein“, sagte der Bürgermeister.
Artikel drucken Artikel einbetten
Freude über neue Räumlichkeiten: Die Knirpse im Marktstefter Kindergarten haben nach dem Umbau und der Erweiterung jetzt neue Räume und das Personal bessere Arbeitsmöglichkeiten. Bürgermeister Thomas Reichert und Kindergartenleiterin Anke Gernert übergaben am Sonntag die Räumlichkeiten offiziell ihrer Bestimmung. Foto: Foto: Hartmut Hess

Ein großes Lob stellte Marktstefts Bürgermeister Thomas Reichert am Sonntag den zwölf Beschäftigten des Kindergartens aus. Denn eine zehnmonatige Umbau- und Erweiterungs-Phase während des laufenden Kindergartenbetriebs hatte dem Personal Nerven gekostet und einiges an Belastungen mit sich gebracht. „Jetzt können alle stolz auf unseren rundum erneuerten Kindergarten sein“, sagte der Bürgermeister.

Während des Frühjahrsfestes im Kindergarten stellten die Verantwortlichen das Gebäude nach dem Umbau vor und Pfarrer Peter Stier gab den kirchlichen Segen. In Marktsteft gab es seit 2013 bereits eine Kinderkrippen-Gruppe, für die aber räumlich unbedingt etwas getan werden musste. Deswegen stellte der Stadtrat die Weichen auf einen Anbau, in den eine der beiden Kindergartengruppen jetzt einzog. Deren ehemaliger Gruppenraum wurde umgebaut. „Da möchte man noch mal Kind sein“, kommentierte stellvertretender Bürgermeister Bernhard Etzelmüller beim Rundgang die neuen Räumlichkeiten.

Im Zuge des Umbaus wurden ein Intensivraum für die Kindergartenkinder sowie ein Leitungsbüro und Personalräume geschaffen. Zudem wurde ein behindertengerechter Zugang in den Kindergarten eingerichtet. Die Toilettenanlage wurde ebenfalls umgestaltet und erweitert und in der Küche ist jetzt eine größere Kühlzelle vorhanden. Das fast ein Jahr laufende Bauprojekt verantwortete das Architekturbüro Böhm & Kuhn und kostete laut Bürgermeister Reichert 740 000 Euro, wozu 350 000 Euro Zuschuss von staatlicher Seite floss.

Die nächste Erweiterung

Das Team der Beschäftigten um Kindergartenleiterin Anke Gernert betreut derzeit die eine Krippengruppe plus zwei Kindergartengruppen. Kaum ist der Erweiterungsbau eingeweiht, platz der Kindergarten wahrscheinlich schon kommendes Jahr aus allen Nähten. „Wir hatten im vergangenen halben Jahr 26 Geburten in Marktsteft“, sagte Thomas Reichert in dem Wissen, dass alle dieses Kinder in einem Jahr den gesetzlichen Anspruch auf einen Kinderkrippenplatz haben. „Deswegen sind wir bald gefordert, die nächste Erweiterung zu planen“, fuhr er fort. Er versprach, dass der Stadtrat tragbare Lösungen finden werde, bat aber auch um Verständnis, dass nicht jede Lösung die optimale für alle Kinder und Eltern sein werde. Denn die Faktoren Geld und noch mehr die Zeit würden den Stadtrat in seinem Handeln einschränken.

Auch wenn es am Sonntag regnete, ließen sich Kinder, Eltern und Bürger nicht die gute Laune verderben und freuten sich über den neuen Kindergarten. Der Elternbeirat bot Mittagessen an und nach der Einweihung nutzte die Gäste die Zeit zum Rundgang im Kindergarten.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.