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Kitzingen

Coronavirus: So erleben Kitzinger Supermärkte die Krise

Bilder von leeren Regalen gehen durch die Medien. Doch wie ist die Situation in Kitzingen? Gibt es Engpässe? Und haben die Supermärkte jetzt auch am Sonntag auf?
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Auch in Zeiten des Coronnavirus' ist die Lebensmittelversorgung gesichert: Die Regale werden ständig neu gefüllt. Für die Angestellten in den Supermärkten ist die Arbeitsbelastung aber enorm. Foto: Marcel Dinkel
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Bilder von leeren Regalen gehen derzeit durch die Medien. Besonders Toilettenpapier, haltbare Lebensmittel und Desinfektionsmittel werden gehortet – auch in Unterfranken . Nachdem am Montag in ganz Bayern der Katastrophenfall ausgerufen und die Schulen deutschlandweit geschlossen wurden, ist die Verunsicherung wegen des Coronavirus' groß. Doch lebensnotwendige Einrichtungen wie Apotheken, Drogerien sowie Lebensmittel- und Baumärkte dürfen weiterhin offen bleiben, und das nun sogar auch an Sonn- und Feiertagen . Es stellt sich die Frage: Sind die Märkte in Kitzingen vorbereitet? Gibt es Lieferengpässe und sind die Läden nun auch am Sonntag geöffnet?

  • Corona: Die aktuelle Lage in Unterfranken

Die Arbeitsbelastung für die Angestellten ist in den Kitzinger Märkten aktuell enorm, wie zum Beispiel Carolin Hoverling vom Nahkauf Geiger erzählt. "Durch die leeren Regale müssen wir häufiger auffüllen", sagt die Geschäftsführerin. Zudem ist auch der Anstrum an Kunden höher als sonst. "Besonders am Montag war die Hölle los."

Derzeit keine Lieferengpässe, Lebensmittel werden häufiger nachbestellt

Diese Erfahrungen machen auch Jochen Waigandt, Geschäftsführer vom gleichnamien Edeka-Markt in Kitzingen, und sein Team. "Wir bekommen zurzeit mehrmals die Woche Waren geliefert, wie wir sie sonst für drei Wochen haben", sagt er. Häufiger einräumen, nachbestellen und auch kassieren: "Es ist gerade wahnsinnig viel zu tun", sagt der Geschäftsführer.

  • Alle Informationen zum Coronavirus finden Sie gesammelt hier .

Trotzdem gibt es bei Waigandt derzeit keine Lieferengpässe. "Wir kriegen laufend Nachschub", sagt er. Zwar sind bestimmte Artikel wie Nudeln und Klopapier schneller ausvekauft als sonst – daher auch die leeren Regale –, doch bestellt er ständig nach. Genauso schaut es beim Nahkauf aus, bestätigt Carolin Hoverling.

Kitzinger Supermärkte bleiben weiterhin sonntags geschlossen

Susanne Ritz, Geschäftsführerin beim Kitzinger Kaufland, mahnt auf lange Sicht jedoch: "Die Lager haben nicht unendlich Kapazitäten." Die Verbraucherzentrale rät daher: Wenn Verbraucher weiterhin in handelsüblichen Mengen einkaufen, also auf Hamsterkäufe verzichten, ist die Versorgung auch langfristig sichergestellt .

Seitdem die Bayerische Regierung den Katastrophenfall ausgerufen hat , dürfen Lebensmittelläden auch an Sonn- und Feiertagen öffnen. "Wir haben es aber derzeit nicht vor", sagt Carolin Hoverling vom Nahkauf. "Meine Mitarbeiter haben sich bei der hohen Arbeitsbelastung einen freien Tag verdient." Auch das Kitzinger Kaufland wird weiterhin sonntags geschlossen bleiben. "Wir sind sechs Tage 13 Stunden im Dauereinsatz", sagt Geschäftsführerin Susanne Ritz. "Das muss reichen." So sieht es auch Jochen Waigandt vom Kitzinger Edeka: "Ich kann und will das von meinen Angesellten nicht verlangen."

Beim Einkaufen Abstand halten und Hände waschen

Auch bei den Hygienemaßnahmen gehen die drei Märkte ähnlich vor. Abstand halten, Rücksicht nehmen und häufig Hände waschen ist die Devise – für Angestellte und Kunden gleichermaßen. "Alles, was Vorschrift ist, wird bei uns gemacht", berichtet Susanne Ritz vom Kaufland. "Wir sind alle vorsichtiger", sagt Nahkauf-Geschäftsführerin Carolin Hoverling. Und wer krank ist, soll zuhause bleiben. "Bis jetzt sind wir alle gesund und munter", meint Jochen Waigandt.