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Kitzingen

Corona: Fallzahl springt von fünf auf neun im Landkreis Kitzingen

Die Zahl der bekannten Corona-Fälle hat sich schlagartig erhöht. Aber noch ist das Gesamtniveau der Erkrankungen im Landkreis Kitzingen niedrig. Der aktuelle Stand.
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Pressekonferenz mit Abstand und zum Teil mit Mundschutz (von links): Landratsamt-Pressesprecherin Corinna Petzold, Landrätin Tamara Bischof und Klinik-Vorstand Thilo Penzhorn erläutern den aktuellen Stand zur Corona-Pandemie im Landkreis Kitzingen. Foto: Andreas Brachs

Anfangs stiegen die Fallzahlen im Landkreis Kitzingen langsam: eins, zwei, drei, vier, fünf. Nun sind es auf einmal neun bekannte Corona-Erkrankungen, von denen das Landratsamt Kitzingen und die Klinik Kitzinger Land in einer gemeinsamen Pressekonferenz berichten. Die Zahl hat sich also schlagartig erhöht, liegt aber vergleichsweise noch auf einem niedrigen Niveau. Im Raum Würzburg waren es am Dienstag 87 Erkrankte.

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Unter den vier neuen Fällen, die nun im Landkreis Kitzingen hinzukamen, sind drei, die schon seit der vergangenen Woche als Kontaktpersonen von bekannten Corona-Patienten gelistet waren und seither unter Quarantäne standen. Eine vierte Person hat sich mittlerweile neu angesteckt. 

Aktueller Stand in der Klinik

Bei dieser Gelegenheit berichtete Klinikvorstand Thilo Penzhorn, dass es dem erkrankten Arzt in der Klinik Kitzinger Land gut gehe. Man habe die Infektionskette gut nachverfolgen können und Kontaktpersonen des Patienten ebenfalls getestet. Viele Menschen seien schon negativ getestet, aber es stehen noch Testergebnisse aus, sagte Penzhorn. Der erkrankte Arzt habe etwa mit 25 Mitarbeitern und neun Patienten der Klinik Kontakt gehabt. Bislang gebe es dort keine neuen Verdachtsfälle.

Penzhorn gab einen Überblick über die Arbeit des Kreiskrankenhauses: Zurzeit seien etwa 120 Betten belegt. "Das kann man personell gut beherrschen", sagte der Klinik-Vorstand. Diese Situation könne sich aber ändern. Deshalb sei man froh, dass sich Ärzte im Ruhestand gemeldet und ihre Hilfe angeboten hätten.

Es fehlt an medizinischem Material

Während das Personal derzeit ausreicht, fehlt es allerdings an Material, obwohl die Klinik vorsorglich mehr bestellt hat. Mundschutz ist ein Beispiel, aber auch Teströhrchen, die entsprechenden Labormittel und Schutzkleidung seien Mangelware.

Landrätin Tamara Bischof, die zugleich Kreisvorsitzende des Roten Kreuzes ist, vermeldete nach Rücksprache, dass dort "alles im grünen Bereich" sei, obwohl auch das BRK Mitarbeiter in Quarantäne geschickt habe, nachdem sie mit Corona-Patienten Kontakt hatten.