CASTELL

Casteller Schützen behalten ihre Ziele im Auge

Mit einem Ehrenabend beging die Casteller Schützengesellschaft am Samstagabend ihr 50-jähriges Bestehen. Im Domizil im Feuerwehrhaus stand in der Feierstunde der Dank an die Personen im Vordergrund, die dafür sorgten, dass der Verein am Leben blieb, gut dasteht und auch für die kommenden Jahrzehnte gerüstet ist.
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Ausgezeichnete Schützen: Zahlreiche Ehrungen für langjährige Treue zur Casteller Schützengesellschaft und für Verdienste im bayrischen und deutschen Sportschützenbund gab es beim Ehrenabend der Gesellschaft zu deren 50-jährigem Bestehen. Foto: Foto: Winfried Worschech

Mit einem Ehrenabend beging die Casteller Schützengesellschaft am Samstagabend ihr 50-jähriges Bestehen. Im Domizil im Feuerwehrhaus stand in der Feierstunde der Dank an die Personen im Vordergrund, die dafür sorgten, dass der Verein am Leben blieb, gut dasteht und auch für die kommenden Jahrzehnte gerüstet ist.

„Ich freue mich, dass dieser Abend mit einer Andacht beginnt, es ist ein Zeichen, dass Gott mitten unter uns ist“, sagte Dekan Günther Klöss-Schuster. Er erinnerte in seiner Ansprache daran, dass das Wort Schützen nicht von Schießen, sondern von Schutz komme: „Es geht auf Bürger zurück, die in früheren Jahrhunderten die Mauern und die bürgerliche Gemeinschaft schützten“.

Auch heute pflege ein Schützenverein die Gemeinschaft, zeige ehrenamtliches Engagement und bewahre Tradition und Brauchtum. Bei all dem sei es wichtig, ein Ziel im Auge zu behalten „und für Christen liegen Ziel und Ursprung in Gott“, fügte der Dekan an. Er erhielt vom Verein einen Scheck über 500 Euro für die Sanierung der Kirche.

Als „beachtlichen Abschnitt“ bezeichnete Albrecht Fürst zu Castell-Castell die 50 Vereinsjahre, „da es früher Ehrensache war, einen Verein zu führen, heute ist das anders und es ist gut, wenn es Leute gibt, die die Verantwortung nicht scheuen“. Beim Schießen komme es auf das Zielen und darauf an, zum richtigen Zeitpunkt abzudrücken: „Sich im richtigen Moment zu entscheiden, ist eine kluge Lebensregel“.

Bürgermeister Jochen Kramer erinnerte an die Zeit von 1971 bis 1992, als die Schützen im Gasthaus „Grüner Baum“ ihre Heimstatt hatten „und es auch da tolle Feiern und Wettbewerbe gab“. Jetzt sei die Gesellschaft im Feuerwehrhaus untergebracht, „aber immer standen Menschen hinter Aufbau, Aufgaben und Fortbestand“. Gauschützenmeister Siegfried Weinig hob den Einsatz derer hervor, „die den Verein über Jahre hinweg geprägt haben“.

Schützenmeister Stephan Klotz stellte seinen kurzen Rückblick unter das Motto „Dankeschön“, das den Hauptgrund für die Feier ausdrücke. Dass es schon früher in Castell Schießveranstaltungen gab, zeige ein Ladebrief vom 23. Juni 1750 an die Kitzinger Schützenkompanie, sowie über 100 Jahre alte Scheiben und ein Schützenkönigsorden aus dem Jahr 1928, führte Klotz aus.

Sein Dank galt Karl Goldfuß, Werner Klein, Adolf Steinmann, Hans Schicho und Hans-Ludwig Lehmeyer, dass sie 1965 die Initiative zur Gründung der Schützengesellschaft ergriffen. Zusammen mit Johann Geck, Georg Kreß, Hermann Sickmüller und Adam Weid wurde der Verein gegründet „und Werner Klein war unser erster Schützenmeister“. Der Schützenmeister dankte allen, die ungezählte Stunden Freizeit geopfert hätten, um ein solides Fundament für den Verein zu schaffen. Klotz zeigte sich auch für die Zukunft optimistisch: „Wir fühlen uns wohl, das Vereinsleben blüht wieder auf, Kinder kommen am Freitag zum Lichtgewehrschießen und wir bekommen neue Mitglieder.“

Da etliche Jahre keine Ehrungen für Treue zum Verein durchgeführt worden waren, gab es am Samstagabend eine Fülle von Auszeichnungen. Für 20 Jahre und mehr wurden Alexander Fuchs, Harald Graßer, Lorenz Hahnsch, Volker Hartmann, Karl Krstic, Karl Kruimer, Doris Kümmel, Jochen Kümmel, Rudolf Lösch Wolfgang Mehring, Claus Schmidt, Elke Schmidt, Peter Schmidt, Ralf Schneider, Klaus Wanninger und Ute Wenisch geehrt, Urkunden und Treuenadeln für 30 Jahre und mehr gab es für Ferdinand Erbgraf zu Castell-Castell, Elli Kaul, Stephan Klotz, Wolfgang Knechtel, Jochen Kramer, Josef Lutz, Hans Neubeck, Manfred Paul, Bernhard Schmidt, Barb Wahler, Beate Wanninger und Gertrud Weid.

40 Jahre und mehr gehören Wolfgang Kaul, Wolfgang Graf zu Castell-Castell, Edith Kreß, Walter Kreß, Hans Paul, Eberhard Sickmüller und Gerhard Wahler. Die Auszeichnungen für 50-jährige Treue zur Gesellschaft gingen an Albrecht Fürst zu Castell-Castell, Georg Kreß, Willi Lösch und Adam Weid.

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