CASTELL

Casteller Missgeschicke kommen ans Licht

Die kleinen und großen Missgeschicke aus dem Casteller Dorfgeschehen der letzten Monate beleuchteten die Kirchweihprediger Philipp Baumann und Christopher Langmann. Am Kirchweihsonntag trugen die beiden zusammen mit der seit kurzem als Verein firmierende Burschenschaft manche Episode vor. Einige der Geschichten wurden sogar per kurzem Sketch noch einmal nachgespielt, was die Gäste sichtlich erfreute.
Artikel drucken Artikel einbetten
Viel Rauch für nichts: Die vergeblichen Versuche zweier Bürger, einen Autobrand selber zu löschen und sich damit die Kosten für die Feuerwehr zu sparen, wurden unter anderem bei der Casteller Kirchweih nachgespielt. Foto: A. Stöckinger
+1 Bild

Die kleinen und großen Missgeschicke aus dem Casteller Dorfgeschehen der letzten Monate beleuchteten die Kirchweihprediger Philipp Baumann und Christopher Langmann. Am Kirchweihsonntag trugen die beiden zusammen mit der seit kurzem als Verein firmierende Burschenschaft manche Episode vor. Einige der Geschichten wurden sogar per kurzem Sketch noch einmal nachgespielt, was die Gäste sichtlich erfreute.

Vorne im Zug, auf ihrem Unimog thronend, ließen sich die Prediger zunächst durch den Ort chauffieren, um an verschiedenen Stellen kurz Halt zu machen. Zum Finale wartete am Platz vor dem Rathaus bereits die Menge, um den Sprüchen zu lauschen. Großzügig, wie die Kirchweihburschen sind, hatten sie für die Casteller Kirche was übrig. „Was könnten wir der Kirche zum Jubiläum schenken“, überlegen sie im Vorfeld, wie Prediger Baumann berichtete. Nachdem der Dekan häufig mit dem Klingelbeutel unterwegs sei, wollen sie ihn diesmal etwas entlasten, führte er aus. Also ließen sie den ausgeliehenen Klingelbeutel reihum gehen und baten um eine Spende für das Gotteshaus.

In der Kirchweihpredigt kam auch die Hilfsbereitschaft des Bürgermeisters dran, der einem Ortsbürger aus der Patsche half. Der Gute hatte seinen Hausschlüssel in der Wohnung gelassen und sich ausgesperrt. Bürgermeister Kramer holte flugs eine Leiter und kletterte durch ein offenes Fenster in die Wohnung, und das Problem war gelöst.

Manch andere Geschichten erheiterten die Zuhörer. So landete einer bei seinem Heimweg zu Fuß von der Rüdenhäuser Kirchweih zunächst in Abtswind, bis er später dann doch die richtige Richtung gen Castell einschlug. Ein anderer wollte seinen vom Regen nassen Kirchweih-Frack flugs am Mittag trocknen, um ihn am Abend wieder anzuziehen. Dass sich in der Tasche ein Schokoladen-Taler befand, merkte er erst, als er seinen „Frack mit Gschmack“ wieder aus dem Trockner genommen hatte.

Die vergeblichen Versuche zweier Bürger, einen Autobrand selber zu löschen und sich damit die Kosten für die Feuerwehr zu sparen, wurden nachgespielt. Für Erheiterung sorgte auch die verzweifelte Suche eines Castellers nach seinen ausgebüxten sieben Gänsen im Ort.

Oder die teuere Pinkelpause eines Fußballers an einer Kreuzung in Würzburg. Die prompt vorbei kommende Polizei knöpfte ihm gleich mal 35 Euro ab. Schwarz auf weiß gab es wieder diese und manch andere Story in der „Kirchweih-Zeitung“ nachzulesen. Am Dienstag klingt die Casteller Kerm mit dem Auszug der Bürgerwehr aus.

Kommentare (0)

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.