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Castell

Casteller Kläranlage: Dringend Lösung fürs Abwasser gesucht

Was das anberaumte Betriebsende der Casteller Kläranlage betrifft, glaubt Bürgermeister Jochen Kramer nicht daran, dass der vorgeschriebene Termin zum Jahresende 2022 eingehalten werden kann. "Das ist in der Zeit nicht zu stemmen, da muss man realistisch sein", sagte er im Gemeinderat am Montag.
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Was das anberaumte Betriebsende der Casteller Kläranlage betrifft, glaubt Bürgermeister Jochen Kramer nicht daran, dass der vorgeschriebene Termin zum Jahresende 2022 eingehalten werden kann. "Das ist in der Zeit nicht zu stemmen, da muss man realistisch sein", sagte er im Gemeinderat am Montag.

Eine neue Anlage oder eine Lösung mit einer anderen Gemeinde müssten her, Überlegungen und Vorgespräche habe es bereits gegeben, mehr aber nicht. Nun habe die Nachbargemeinde Wiesenbronn, die ebenfalls dringend eine neue Lösung für ihr Abwasser braucht, eine Verlängerung der Genehmigung bekommen. Darauf werde es wohl auch in Castell hinaus laufen, mutmaßte Kramer.

Grünfläche im Schutz soll hergerichtet werden

Etwas Bewegung scheint dagegen in ein anderes Projekt zu kommen. Die Gemeinde möchte im Zuge der Dorferneuerung den Platz vor dem Rathaus aufwerten und gleichzeitig die daneben liegende Grünfläche im so genannten Schutz herrichten. Rund 400 000 Euro an Kosten wurden dazu kalkuliert. Weil aber die erste Ausschreibung zu teure Angebote brachte, hob die Gemeinde das Ganze auf und schrieb es später in zwei Losen aus. Das günstigste der jetzt eingegangenen Angebote sei zwar auch um 30 Prozent höher als vorausberechnet, doch günstiger werde es wohl nicht, deswegen solle man zuschlagen, meinte der Bürgermeister. Zumal die Gemeinde 65 Prozent der Kosten als Förderung zurück bekomme.

Allerdings wird sich der ersehnte Baubeginn im März verzögern, denn durch die deutlich erhöhte Summe muss die Gemeinde das Ganze noch einmal beim Amt für Ländliche Entwicklung einreichen. Erst wenn von dort die Genehmigung kommt, kann es los gehen.

Neues Feuerwehrfahrzeug nur noch mit Lkw-Führerschein

Im Gemeinderat lag zudem ein Antrag der Feuerwehr vor, die Kommune möge die Kosten für die Lkw-Führerscheine von drei Wehrleuten übernehmen. Zudem soll eine neue Druckluftanlage im Feuerwehrhaus eingerichtet werden. Beides ist nötig, weil die Casteller Wehr ein neues Fahrzeug erhalten hat. Dieses darf, im Gegensatz zum bisherigen, nur mit Lkw-Führerschein gefahren werden. Im Rat wurde beschlossen, die insgesamt rund 6000 Euro für die Wehr zu bewilligen.

Einen Zuschuss in Höhe von 500 Euro erhält die Kulturgemeinde Castell für den Kauf eines Konzertflügels. Das rund 15 000 Euro teure Instrument solle dauerhaft zu Konzerten in der Casteller Kirche bleiben, hieß es. Das Ausleihen eines Flügels koste jedes Mal rund 1000 Euro und sei umständlich.

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