CASTELL

Castell ist ein beliebter Wohnort

Immer am Dreikönigstag lädt der Bürgermeister von Castell Jochen Kramer zum Neujahrempfang, bei dem er mit den Alteingesessenen und den Neubürgern auf ein gutes und gesundes neues Jahr anstößt.
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Neujahrsempfang: Bürger von Castell und den Ortsteilen waren der Einladung von Bürgermeister Jochen Kramer gefolgt. Foto: Foto: SABINE BERTHOLD
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Immer am Dreikönigstag lädt der Bürgermeister von Castell Jochen Kramer zum Neujahrempfang, bei dem er mit den Alteingesessenen und den Neubürgern auf ein gutes und gesundes neues Jahr anstößt.

Das Thema der Ansprache des Bürgermeisters war die „Heimat“. Darauf war Jochen Kramer durch seine Aufgabe als Bürgermeister, als Vorsitzender des Heimatvereins, durch den Jubiläumswein, der beim Empfang ausgeschenkt wurde und das in Bayern neu initiierte Heimatministerium gekommen. In der globalisierten Welt klinge dieser Begriff eher altmodisch.

Frage nach der Heimat

Die Frage nach der Heimat greife ins Innerste der Menschen auf der Suche nach Orten und Menschen, die ihnen etwas bedeuten. Einen besonderen Auftrag würden dabei die Gremien wahrnehmen, die sich bei der Dorferneuerung an der Gestaltung und Bewahrung der Heimat maßgeblich beteiligen. So soll zum Beispiel in Castell wieder ein alter Biergarten hergerichtet werden, der zum Treffpunkt für Jung und Alt werden kann.

Das eigens ins Leben gerufene Bayerische Heimatministerium müsse sich, so der Bürgermeister, der Problematik der Landflucht vermehrt annehmen, um dem Aussterben der Dörfer in den ländlichen Gebieten entgegen zu wirken. Als Vorsitzender des Heimatvereins sieht Kramer vor allem den Einsatz von Verantwortlichen, Vereinsvorständen und Ehrenamtlichen als wesentlichen Bestandteil für den Erhalt von Heimat, Traditionen und Bräuchen. Hierbei stellte er die Burschenschaft in Wüstenfelden heraus, die in diesen Tagen ihr 20-jähriges Bestehen feierte. Die Thematik der Aufnahme von Flüchtlingen und Zuwanderern sollte fair und im gegenseitigen Verständnis geführt werden, betonte er: „Geben wir auch anderen eine Heimat, die ihre Heimat verloren haben.“

In Castell mit den Ortsteilen haben im vergangenen Jahr 25 Neubürger ihre neue Heimat gesucht und gefunden. Diese seien, so der Bürgermeister, hauptsächlich in bestehende Gebäude oder zur Miete eingezogen; im Neubaugebiet wurden nur zwei neue Häuser gebaut. So ist beispielsweise die Familie Bastert mit vier Personen in die Casteller Siedlung gezogen.

„Wir kommen aus Kitzingen. Uns haben das Haus und der herrliche Blick so gut gefallen, da haben wir gekauft.“ Noch ist Bürgermeister Kramer mit der Zahl der Zuzüge zufrieden: „Es gelingt uns immer noch, die Leerstände aufzufüllen, denn Castell ist ein beliebter Wohnort.“

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