Kitzingen

Caritas-Rat nimmt neue Mitglieder auf

Neues Fachwissen zieht mit neuen Mitgliedern in den Caritas-Verband ein. Vielleicht finden die auch Lösungen für die immer geringeren Sammelergebnisse.
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Caritas-Kreisgeschäftsführer Paul Greubel (links) und Kreisvorsitzender Alfred Volbers (rechts) begrüßten die neuen Beiräte Hermann Hadwiger, Sonja Schwab und Claudia Kossyk im Caritasrat. Foto: Gerhard Bauer

Der Caritas-Verband für den Landkreis Kitzingen begrüßte in seiner Frühjahrssitzung neue Mitglieder im Caritas-Rat. Vorsitzender Alfred Volbers und Geschäftsführer Paul Greubel zeigten sich erfreut, dass Hermann Hadwiger, früher Vorstandsmitglied in der Sparkasse Mainfranken, zukünftig sein Fachwissen in die Belange der Caritas einbringen will.

Als kommissarische Leiterin der Caritas-Sozialstation stellte sich Claudia Kossyk vor. Ebenfalls neu in der Ratsrunde ist die Fachbereichsleiterin Tagespflege im Diözesan-Caritasverband Würzburg, Sonja Schwab. Beide wollen ihr umfangreiches Fachwissen in alle Beratung einbringen, in denen es um Pflege, Pflegeorganisation, Tagespflege und Pflegeorganisation geht.

Immer weniger Ansprechpartner in den Pfarreien

Schwab machte in einem kurzen Vortrag die Unterschiede einer stationären und einer ambulanten Tagespflege deutlich. Bei den vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten gelte es einerseits, den meist kleinteiligen Vorgaben des Gesetzgebers zu folgen, andererseits, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um Angehörige mit der vorgeschriebenen Eigenbeteiligung bei der Inanspruchnahme einer Tagespflege nicht zu überlasten.

In seinem Bericht über die Frühjahrssammlung der Caritas berichtete Greubel, dass die Bedeutung der diakonischen Pastoral- und der caritativen Arbeit schwinde. Einer der Gründe sei, dass es immer weniger Ansprechpartner in den Pfarreien gebe, so der Geschäftsführer. Da es auch immer weniger Sammler gebe, sei die Haussammlung weitgehend durch Kollekten und Überweisungen ersetzt worden. Dann allerdings gelange Spendengeld in den Arbeitsbereich der international tätigen Caritas, als Folge gehe die örtliche Caritas, die über 30 Prozent selbst gesammelter Gelder auch selbst verfügen darf, leer aus.

Sammlungen der Pfarreien bezeichnete Paul Greubel als "historisch", um selbst caritativ tätig werden zu können. In einem Betrachtungszeitraum von vier Jahren ging das Sammelergebnis im Bereich der Kreis-Caritas um rund ein Viertel zurück – ein Trend, der nicht erst seit 2015 festgestellt werde.

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