IPHOFEN

Camper sollen es schöner haben

Iphofen ist ein touristisch geprägter Ort und soll jetzt auch den Besitzern von Wohnmobilen einen attraktiven Anlaufpunkt bieten.
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Wohnmobil
Der neue Wohnmobilstellplatz in Kitzingen. Foto: Sebelka

Iphofen ist ein touristisch geprägter Ort – und soll auch den Besitzern von Wohnmobilen einen attraktiven Anlaufpunkt bieten. Den hat Iphofen an sich bereits, denn am Busparkplatz Einersheimer Tor stehen seit rund 20 Jahren nicht nur Stellplätze zur Verfügung. Camper haben dort auch die Möglichkeit, frisches Wasser und Strom abzuzapfen. Jedoch ist der Platz selbst nicht mehr zeitgemäß, weshalb sich der Bauausschuss am Montag mit Alternativen befasste.

Die Verwaltung hatte Stadtplaner Franz Ullrich drei mögliche Plätze genannt, von denen ein Standort an der Weinbergstraße am besten gefiel. Zwar liegt dieser am etwa 600 Meter entfernten Ortsrand und damit nicht in unmittelbarer Altstadtnähe. Jedoch habe man einen schönen Blick auf den Schwanberg und Iphofen selbst. Konflikte mit möglichen Nachbarn würden hier nicht entstehen. Und wenn man das Areal insgesamt eingrüne, seien auch die zersplittert liegenden Anwesen in der Nachbarschaft besser integriert.

Stadtrat Rupert Meier (CSU) gab zu bedenken, dass die Fläche an der Weinbergstraße durchaus gutes Bauland sei, das man sich durch einen Wohnmobilstellplatz sprichwörtlich verbaue. Dem wollte Bürgermeister Josef Mend grundsätzlich nichts entgegensetzen. Jedoch merkte er an, dass man auf alle Fälle einen attraktiven Platz finden müsse. Der Wohnmobil-Camper stelle anno 2015 weitaus mehr Ansprüche als nur einen Schlafplatz. Mit Blick auf Kitzingen und Sommerach meinte Mend scherzhaft, ein „Stück Main“ wäre natürlich auch wünschenswert. Zudem könne der Standort nach ein, zwei Jahrzehnten auch wieder zugunsten eines anderen aufgegeben werden.

Je länger die Räte über eine Verlegung des Wohnmobilstellplatzes nachdachten, desto mehr wurde deutlich, dass der alte eigentlich nach wie vor der geeignetere sei. Freilich sei die Fläche im Sommer extrem staubig und im Herbst eher schlammig, dennoch sei die Infrastruktur vorhanden, und altstadtnah sei der Platz auf alle Fälle. Hans Brummer (Freie Wähler) schlug vor, den anliegenden Busparkplatz einfach mit dem für die Wohnmobile zu tauschen. Im gleichen Zug könnte man die Fläche teils überbauen, teils begrünen und damit sowohl schöner als auch zweckmäßiger machen.

Ein Vorschlag, der dem Bürgermeister gefiel. Die Verwaltung soll nun prüfen, ob ein solcher „Tausch“ sinnvoll ist.

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