KITZINGEN

CSU will Entwicklung mit Augenmaß

Um eine „geordnete, stadtverträgliche und für Neubürger attraktive Entwicklung“ der einstigen US-Wohnsiedlung Marshall Heights zu ermöglichen, spricht sich die Kitzinger CSU-Stadtratsfraktion in einer Presseerklärung für ein Bauleitverfahren aus. Ergebnis müsse ein Bebauungsplan sein, der die Entwicklung auf dem Areal verbindlich regle „und die Interessen des Investors und der Stadt Kitzingen gleichermaßen berücksichtigt und ausgleicht“.
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marshall hights
Foto: Weiskopf (MainPost)

Um eine „geordnete, stadtverträgliche und für Neubürger attraktive Entwicklung“ der einstigen US-Wohnsiedlung Marshall Heights zu ermöglichen, spricht sich die Kitzinger CSU-Stadtratsfraktion in einer Presseerklärung für ein Bauleitverfahren aus. Ergebnis müsse ein Bebauungsplan sein, der die Entwicklung auf dem Areal verbindlich regle „und die Interessen des Investors und der Stadt Kitzingen gleichermaßen berücksichtigt und ausgleicht“.

Bislang liegen die Interessen von Eigentümer Georg Wittmann und der Stadt weit auseinander. Die Stadt besteht auf ihrer Planungshoheit, Wittmann geht von einem Bestandsschutz für die gut 700 Wohnungen auf dem 32 Hektar großen Gelände aus. Gegen eine Nachnutzung der kompletten Liegenschaft hatte sich der Stadtrat mehrheitlich im November 2013 ausgesprochen. Sieben Wohnblocks wollte das Gremium damals erhalten, die Hälfte des Areals der Natur „zurückgeben“, Restflächen für Gewerbe reservieren.

Für eine „Entwicklung mit Augenmaß“ – angesichts der Leerstände in der Innenstadt – spricht sich die CSU-Fraktion in ihrer Pressemitteilung aus. Diese Sichtweise liege auf der Linie des von einer klaren Mehrheit bestätigten Bürgerentscheids vom September 2013, wo es um eine „Stadtverträgliche Entwicklung der ehemaligen US-Wohnsiedlung Marshall Heights“ ging. Welche Vorstellungen der Stadtrat aktuell hat, das könnte eine von der KIK-Fraktion beantragte Sondersitzung zum Thema noch im Juni klären. Ob die kommt, darüber entscheidet der Stadtrat in seiner Dienstagssitzung (28. April, 19 Uhr).

Wo der Weg hinlaufen könnte, skizziert die CSU in ihrem Schreiben. Das kreist um ein geordnetes Bauleitverfahren, das schon bei der Nachnutzung der Larson-Barracks (Innopark) und der Harvey-Barracks (conneKT) mit Erfolg angewandt wurde. Um das auch bei Marshall Heights positiv umzusetzen, „müssen Investor und Stadt aufeinander zugehen.“

Ob und wann das passiert, könnte schon in der aktuellen Stadtratssitzung deutlich werden. Investor Wittmann, der bislang in einer Online-Petition (über 1000 Unterzeichner) und in Leserbriefen Unterstützung für seine Pläne fand, wird ebenfalls nicht untätig sein. Am 10. Mai sollen die Kitzinger beim Tag der offenen Türe in Marshall Heights sehen können, wie die vielen Gebäude hinter dem Zaun aussehen.

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