Kitzingen

Bundesweite Aktionswoche der Schuldnerberatung

Jährlich findet im Juni die bundesweite Aktionswoche Schuldnerberatung statt, in diesem Jahr vom 3. bis 7. Juni unter dem Thema „Albtraum Miete“. Im Mittelpunkt steht das Grundrecht und Grundbedürfnis eines jeden Menschen auf bezahlbaren Wohnraum, wie es in einer Pressemitteilung aus dem Landratsamt heißt.
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Jährlich findet im Juni die bundesweite Aktionswoche Schuldnerberatung statt, in diesem Jahr vom 3. bis 7. Juni unter dem Thema „Albtraum Miete“. Im Mittelpunkt steht das Grundrecht und Grundbedürfnis eines jeden Menschen auf bezahlbaren Wohnraum, wie es in einer Pressemitteilung aus dem Landratsamt heißt.

Mietrückstände und Mietschulden gehören auch für Schuldner- und Insolvenzberaterin Elisabeth Schmitt vom Landratsamt Kitzingen zum täglichen Geschäft ihrer Beratung. „Auch bei uns im ländlichen Raum sind die Mieten ein großes Thema“, weiß sie aus ihrer jahrelangen Erfahrung. Wenn einem die Gläubiger im Nacken sitzen und Druck aufbauen, setzen Betroffene oft falsche Zahlungsprioritäten und versuchen mit Ratenzahlungen die Forderungen auszugleichen. Für die Miete bleibt dann kein Geld mehr übrig. Dabei droht schon bei zwei Monaten Mietrückständen die fristlose Kündigung, so die Mitteilung weiter.

Ein weiteres Problem sieht die Schuldnerberaterin darin, dass es für Menschen mit niedrigem Einkommen und Menschen, die sich in einer Überschuldungssituation befinden, kaum Chancen gäbe, eine bezahlbare oder überhaupt eine Wohnung zu finden. „Das hat unter anderem auch mit der Schufa Auskunft zu tun, die man den Vermietern häufig vorlegen muss“, so Schmitt. Eine Schufa Auskunft mit negativen Merkmalen macht die Suche nach einer geeigneten Wohnung zu einem schwierigen, in vielen Fällen auch erfolglosen Unterfangen, auch dann wenn diese Auskunft „nur“ Schulden auf Telefonie oder Warenbestellungen ausweist und die Miete in der Vergangenheit stets pünktlich gezahlt wurde. Die Schufa sollte Überschuldete im Insolvenzverfahren nicht mit einer schlechteren „Benotung“ abstrafen, da dieses Verfahren eine Form der Schuldenregulierung und somit nichts Negatives ist, erklärt Schmitt.

Die Schuldnerberatung bietet Hilfe und Unterstützung an, wenn die Miete nicht mehr gezahlt werden kann und im schlimmsten Fall der Verlust der Wohnung droht. Im Rahmen der Budgetberatung werden die monatlichen Einnahmen und Ausgaben erhoben und einander gegenübergestellt, mit dem Ziel den Haushalt zu konsolidieren, realistische Zahlungsprioritäten zu erarbeiten und Schulden zu regulieren.

Unabhängige, kostenfreie und  persönliche Beratung und Unterstützung erhalten Betroffene bei der Schuldner- und Insolvenzberatung am Landratsamt Kitzingen. Kontakt: Tel.: (09321) 928-5215, Mail schuldnerberatung@kitzingen.de

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