Kitzingen

Bürokratie benachteiligt Lebenshilfe-Einrichtungen

Die Lebenshilfe Kitzingen ehrte in ihrer Mitgliederversammlung im Foyer der St. Martin-Schule langjährige Mitglieder und legte einen Rechenschaftsbericht vor. Vorsitzender Karl-Heinz Rebitzer berichtete, dass die Lebenshilfe derzeit auf mehr als 100 Mitarbeiter bauen könne. Im Mittelpunkt der Vorstandsarbeit stand der Bluttest zur Erkennung von Trisomie 21 und die Zusicherung für Eltern, dass sie nicht alleine gelassen werden und dass es durch Frühförderstelle und Schulen zahlreiche Möglichkeiten der Förderung der Kinder gebe.
Artikel drucken Artikel einbetten
Vorsitzender Karl-Heinz Rebitzer (links) und Geschäftsführer Manfred Markert (rechts) zeichneten Mitglieder der Lebenshilfe Kitzingen für langjährige Mitgliedschaft aus. Foto: Gerhard Bauer

Die Lebenshilfe Kitzingen ehrte in ihrer Mitgliederversammlung im Foyer der St. Martin-Schule langjährige Mitglieder und legte einen Rechenschaftsbericht vor. Vorsitzender Karl-Heinz Rebitzer berichtete, dass die Lebenshilfe derzeit auf mehr als 100 Mitarbeiter bauen könne. Im Mittelpunkt der Vorstandsarbeit stand der Bluttest zur Erkennung von Trisomie 21 und die Zusicherung für Eltern, dass sie nicht alleine gelassen werden und dass es durch Frühförderstelle und Schulen zahlreiche Möglichkeiten der Förderung der Kinder gebe.

Rebitzer informierte zudem über die Einrichtung einer ambulanten Wohneinheit für eine sechsköpfige Gruppe, die Vorstandsmitglied Joachim Bittner betreut. Rebitzer dankte für das seit 20 Jahren stattfindende Benefizweinfest der Lebenshilfe im Schlossgarten Castell, der durch das Fürstenhaus zur Verfügung gestellt wird.

Kritik an Schulfinanzierung

Kritik übte er an der Schulfinanzierung, wegen der alljährlichen Verluste. Der Freistaat leiste keinen vollständigen Kostenersatz, sagte er. Da andere Bereiche höhere Erlöse erbrächten, verringere sich der Verlust, so dass sich die Unterdeckung jeweils zwischen 30 000 und 50 000 Euro bewege. Rebitzer unterstrich, dass Spendengelder ausdrücklich nicht zur Schulfinanzierung herangezogen werden.

Er dankte Landrätin Tamara Bischof und dem Kreistag für die Anhebung der jährlichen Unterstützung auf 5000 Euro. Geschäftsführer Manfred Markert griff das Bundesteilhabegesetz auf, das Menschen mit Behinderung und deren persönlichen Bedarf in den Vordergrund stelle, um Selbstbestimmung und Teilhabe zu gewährleisten. Die Umsetzung gestalte sich in der Realität jedoch äußerst zeitaufwändig. Der Landesverband der Lebenshilfe fordere zudem eine leichte Sprache für Bescheide, damit sie besser verständlich werden. Das Gespräch mit Abgeordneten möchte die Lebenshilfe direkt suchen, da sich aus bürokratischen Abläufen immer wieder Nachteile für die Einrichtung Lebenshilfe ergeben, hieß es. 

Schüler stellten den anwesenden Mitgliedern Tages- und Ausbildungsabläufe aus der Berufsschulstufe vor und ernteten für Einsatz und Vortrag gleichermaßen Beifall. Wie Schulleiter Norbert Zinsmeister berichtete, besuchen im laufenden Schuljahr 96 Schüler in elf Klassen die St. Martin-Schule. In den Mainfränkischen Werkstätten sind dezeit 160 Mitarbeiter beschäftigt, 28 Personen werden in der Tagesförderstätte betreut, dazu vier in der Seniorengruppe.

Ehrungen 

Für 40 Jahre wurden geehrt Brigitte Birkel (Wiesentheid), Gerhard Eyßelein (Kitzingen) und Erika Morgenstern (Martinsheim). Für 20 Jahre: Herbert Dallner (Prichsenstadt), Berthold Friedrich (Höchberg), Irmhild Groll (Würzburg), Marie-Luise Hanft, Georg Herbolzheimer (beide Kitzingen), Sigrid Holt (Marktbreit), Sigrid Ritschel (Würzburg), Jutta Rüger (Buchbrunn), Barbara Wolny-Rausch (Frickenhausen). Für 10 Jahren sind Katharina Forster (Albertshofen), Melanie Harrelson (Marktbreit), Helmut Ixmeier (Eichfeld), Claudia Lang (Geiselwind), Ulrike Müller (Possenheim), Sieglinde Popp (Wiesenbronn), Cornelia Reuther (Kitzingen), Arno Schneider, Sylvia Schneider (beide Marktsteft).

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren