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Mainbernheim

Bürgermeister Peter Kraus will alle einbinden

Im Mainbernheimer Rathaus, gleich rechts, der erste Raum. Nein, da residiert keine Empfangsdame, es ist das Bürgermeisterzimmer. Dort sitzt seit 2014 Peter Kraus – und seine Tür steht offen. "Wenn die Temperaturen es zulassen", schränkt er ein und lacht. Kraus kandidiert bei den Kommunalwahlen 2020 erneut als Bürgermeister.
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Der heimische Garten ist für Peter Kraus, seit 2014 hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Mainbernheim, ein Ort der Erholung. Für die Bürgermeisterwahl am 15. März ist er bislang der einzige Kandidat. Foto: Gerhard Krämer
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Im Mainbernheimer Rathaus, gleich rechts, der erste Raum. Nein, da residiert keine Empfangsdame, es ist das Bürgermeisterzimmer. Dort sitzt seit 2014 Peter Kraus – und seine Tür steht offen. "Wenn die Temperaturen es zulassen", schränkt er ein und lacht. Kraus kandidiert bei den Kommunalwahlen 2020 erneut als Bürgermeister.

Peter Kraus liebt die Nähe zu den Rathausbesuchern, zu den Bürgern. Ein Sekretariat will er nicht. "Immer in direktem Kontakt mit den Besuchern", erklärt der Rathauschef seine Devise. Vom Schreibtisch aus hat er einen Blick nach draußen. Sieht, was sich so in der Stadt tut. Was er eh schon weiß, geht er doch mit offenen Augen durch die Stadt. Zu Fuß ist er auch zu seinem Arbeitsplatz unterwegs, denn sein Haus liegt nicht weit weg vom Rathaus, das 1548 errichtet worden ist. "Moderne Verwaltungsarbeit in einem historischen Gebäude" ist für Kraus eine gute Verbindung.

1990 wurde das "original Mainbernheimer Gewächs" erstmals in den Stadtrat gewählt. Als die Bürgermeister-Stelle dann zur hauptamtlichen wurde, war es für den früheren Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Wiesentheid das Signal, sich zu bewerben. "Das Amt hat mich gereizt", bekennt der heute 62-Jährige. Die Wahl ging knapp aus: Mit 645 Stimmen setzte sich der damalige Sprecher der Freie-Wähler-Fraktion gegen Oskar Münzer (SPD) durch, der auf 637 Stimmen kam.

Vom VG-Leiter zum Bürgermeister

Zur VG Wiesentheid war Kraus 1979 in jungem Alter gekommen. Da hatte er, bedingt durch sein Amt, viel mit Bürgermeistern zu tun, die er in ihrer Tätigkeit aus dem Hintergrund unterstützte. Manche hätten es auch gewünscht, dass er Bürgermeister in Wiesentheid wird. "Das wollte ich aber lieber in meiner Heimatgemeinde", bekennt Kraus.

Wenn ihm die Wähler für die nächsten sechs Jahre noch einmal das Vertrauen schenken, dann hat er noch genug zu tun. "Die Altstadt ist mir wichtig", betont Kraus. "Hier haben wir seit 2014 einiges auf den Weg gebracht." Dabei denkt der Bürgermeister an das Stadtboden- und Parkkonzept, an die Barrierefreiheit oder an Gebäudesanierungen. Auch die Parksituation ist ihm ein Anliegen. Weitere öffentliche Parkplätze sollen geschaffen werden, um aus "der Herrnstraße das Blech rauszubringen". Für das Elfleins-Anwesen sucht er zusammen mit dem Stadtrat eine Nutzung.

Noch viele Projekte geplant

Jung und Alt kommen in Mainbernheim nicht zu kurz. Peter Kraus setzt auf Vernetzung innerhalb der Schulhäuser Mainbernheim und Rödelsee, betont die notwendige Erweiterung des Kindergartens und freut sich, dass mit der AWO ein Seniorenprojekt mit Tagespflege und betreutem Wohnen verwirklicht werden kann. Auch die Lebensmittelversorgung in der Stadt möchte er dauerhaft gewährleisten. Im Bereich der medizinischen Versorgung hofft Kraus, den Stand halten zu können. Für die Entwicklung der Stadt denkt Kraus an weitere Bauplätze im Anschluss an das Baugebiet Langwasen. Immer mit Blick auf die Landwirtschaft, die dadurch nicht eingeschränkt werden soll.

Viel Arbeit also, da ist die Freizeit des Bürgermeisters beschränkt. Doch manche Dinge gönnt er sich. Wirtshaussingen zählt dazu wie andere musikalische Veranstaltungen. Auch liest er gerne einen Krimi zum Entspannen. Meist entspannt sei auch die Atmosphäre im Stadtrat, freut er sich. Dazu setzt er weiterhin auf die Einbindung aller Fraktionen.

Peter Kraus
Geburtsdatum: 28. November 1957
Partei: FWG
Wohnort: Mainbernheim
Beruf: Bürgermeister, Verwaltungsrat
Politische und sonstige Ehrenämter: Arbeitsgruppe Kultur und Tourismus, war 30 Jahre lang Mitglied im Kirchenvorstand
Familie: verheiratet, zwei Töchter
Hobbys: Musik machen (Gitarre, Keyboard)

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