Fröhstockheim

Bürgermeister Klein erklärt Spenden von Knettenbrech und Gurdulic

Beim Besuch der Müllentsorgungsfirma gab es Zwist über die Zuwendungen der Firma an die Gemeinde Rödelsee. Der Bürgermeister stellte klar, dass alles korrekt läuft.
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Der Betriebsleiter von Knettenbrech und Gurdulic am Standort Rödelsee, Pasqual Wack (vorn), führte interessierte Bürger über das Betriebsgelände. Foto: Gerhard Krämer

Einen Katalog mit elf Fragen hatte die Fröhstockheimer Liste an den Rödelseer Bürgermeister Burkhard Klein zur möglichen Betriebserweiterung von Knettenbrech und Gurdulic geschickt. Viele der Fragen wurden in der Informationsversammlung im Vereinsheim in Fröhstockheim beantwortet. Zur elften, die nach der partnerschaftlichen Zusammenarbeit, bezog Bürgermeister Burkhard Klein deutlich Stellung, witterte er doch den versteckten Vorwurf der Bestechlichkeit.

Hintergrund ist, dass die Firma Knettenbrech und Gurdulic in ihrem Gebiet Gemeinden und Vereine unterstützt. So habe die Firma rasch beim Aufstellen der Weihnachtsbäume in Rödelsee geholfen. Der Bauhof könne nicht mehr benötigtes Bau-Material dort abgeben. Die Gemeinde erhält laut Klein eine Rechnung, die dann mit einer Spendenquittung beglichen wird.

Ebenso profitierten Vereine wie die Kirchweihgesellschaft Fröhstockheim, die Burschenschaft Rödelsee, der TSV, die Weinfestgesellschaft sowie die GWF-Winzer Schloss Crailsheim. Knettenbrech und Gurdulic stelle zu jedem Fest die Abfallbehälter kostenfrei und leere diese und übernehme den Kehrdienst mit einer Maschine. Die Leistungen würden in gleicher Weise der Gemeinde in Rechnung gestellt und mit Spendenquittung beglichen.

Kohlberger ist außer sich

Für Vereine hat, wie die Redaktion erfuhr, die Firma Knettenbrech und Gurdulic der Gemeinde zudem 2500 Euro zur Verfügung gestellt. 1500 Euro will die Gemeinde für die Kinderspielplätze verwenden, 1000 Euro sollte der Männergesangverein bekommen, was deren Vorstand abgelehnt haben soll.  

Als Markus Ostwald, Kassier des Männergesangvereins und Kandidat auf der Fröhstockheimer Liste, die Frage stellte, ob Spenden der Firma vielleicht in Zusammenhang mit deren Vorhaben stünden, explodierte Bürgermeister-Stellvertreter Horst Kohlberger. "Sie unterstellen, dass die Gemeinde bestechlich ist; das ist eine Unverschämtheit!" Das sei "unterstes Niveau". "Ich mache das auch weiterhin", kündigte der Geschäftsführer und Betriebsleiter der Firma Pasqual Wack eine Fortsetzung der Unterstützung an. "Weil ich dafür nichts will", betonte er.

"Eine kleine Gruppe, die Unfrieden reinbringt", echauffierte sich ein Bürger. "Ihr kommt her, stellt alles in Frage", machte er seinem Ärger Luft und kündigte seinen Austritt aus dem Männergesangverein an.  

Bürgermeister Klein betonte, dass jede Spende, die die Gemeinde erhalte, vom Rechnungsprüfungsausschuss unter die Lupe genommen werde. Denn es dürfe in keiner Weise sein, dass die Gemeinde etwas dafür gebe, sagte Klein. Die Gemeinde erfahre vielfältige Unterstützung, sagte Klein und informierte die Bürger über die Summe der Gesamtspenden in den zurückliegenden Jahren. Da er gerade schon bei Zahlen war, stellte er auch Summen gegenüber, die nach Rödelsee und Fröhstockheim flossen, auch, was dies pro Einwohner bedeute. So konnte er belegen, dass Fröhstockheim nicht schlechter als Rödelsee gestellt ist.

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