Volkach

Bürgerliste erneuert Grundsatzkritik an Weinhotel

Roger Schmidt hat vor der Stadtratssitzung an diesem Montag in Volkach nochmals klargestellt, was die Fraktion der Bürgerliste vom Bau des umstrittenen Weinhotels hält.
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Am Rand der Weinberge am Ortsrand von Volkach entsteht derzeit das Weinhotel. Obwohl der Bau weit fortgeschritten ist und laut Investor Anfang September 2019 in Betrieb gehen soll, ist er unter Anwohnern und im Stadtrat weiter umstritten. Foto: Michael Mößlein

An diesem Montagabend beschäftigt sich der Volkacher Stadtrat erneut mit dem Bau eines Weinhotels an den Erlachhöfen. Um das Sondergebiet des Hotels "klarzustellen", wie es in der Sitzungsvorlage der Stadtverwaltung heißt, soll der Stadtrat eine fünfte Änderung des dort geltenden Flächennutzungsplans beschließen.

Doch damit dürfte das Thema "Weinhotel" längst nicht abschließend behandelt sein. Eventuell kommt wird der mittlerweile weit fortgeschrittene Bau im Stadtrat auch erneut grundsätzlich diskutiert. Darauf deutet eine am Wochenende im Internet veröffentlichte Stellungnahme des Stadtratsmitglieds Roger Schmidt von der Bürgerliste-Fraktion hin. Darin bezieht er sich auch auf eine Ende vergangener Woche bekannt gewordene  Stellungnahme des Landratsamtes Kitzingen zu erneuten Vorwürfen wegen angeblicher baurechtlicher Verstöße im Zusammenhang mit dem Hotel-Bau.

Schmidt: Bauherr führt Behörden und Stadtrat an der Nase herum

Schmidt unterstreicht in der Stellungnahme nochmals die Position seiner Fraktion, die von Anfang an gegen das Projekt gestimmt hätte. Dem Bauherrn wirft er vor, "nie mit offenen Karten, vielleicht mit halb verdeckten" gespielt zu haben. Bauanträge, so Schmidt, seien geändert worden, wie es dem Bauherrn gerade so gepasst hätte. Er wittert hinter diesem Vorgehen eine Taktik, um Behörden und Stadtratsmitglieder an der Nase herumzuführen.

Die Stellungnahme zweifelt auch an, dass die geänderte Fassadengestaltung des Hotels (Holz statt Glaselemente an Balkonen) mit dem Sicherheits- und Rettungswegekonzept vereinbar sind, und stellt die (hypothetische) Frage, wie Rettungsfahrzeuge zum Hotel gelangen sollten, "wenn die einzige Zufahrtsstraße mit Autos zugeparkt ist". Zudem bezweifelt Schmidt, dass das Hotel der Stadt die "so wichtigen und mehr als nötigen Gewerbesteuereinnahmen bringt". Er vermutet in dem Bau vielmehr ein Spekulations- und Renditeobjekt, das rote Zahlen schreibt – und der Stadt wenig bringt.

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