KITZINGEN

Bürgerinitiative will keine neuen Sendemasten

Mit einer kritischen Stellungnahme spricht sich die Kitzinger Bürgerinitiative „Risiko Mobilfunk“ gegen einen neuen Senderstandort in der Siedlung aus. Dort sucht die Telekom laut einem Infoschreiben der Stadt nach einem Ersatz für die Anlagen, die vom Dach des AWO-Seniorenheims (Wilhelm-Högner-Haus) verschwinden sollen.
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Mobilfunk: Mit einer kritischen Stellungnahme spricht sich die Kitzinger Bürgerinitiative „Risiko Mobilfunk“ gegen einen neuen Senderstandort in der Siedlung aus (im Bild Anlagen auf dem Hochhaus in der Schützenstraße). Foto: Archiv-Foto: Siegfried Sebelka

Mit einer kritischen Stellungnahme spricht sich die Kitzinger Bürgerinitiative „Risiko Mobilfunk“ gegen einen neuen Senderstandort in der Siedlung aus. Dort sucht die Telekom laut einem Infoschreiben der Stadt nach einem Ersatz für die Anlagen, die vom Dach des AWO-Seniorenheims (Wilhelm-Högner-Haus) verschwinden sollen.

Für die Bürgerinitiative ist eines klar: Die Mobilfunk-Betreiber wollten so viele Masten wie möglich aufstellen, „unabhängig davon, ob diese Anlagen benötigt werden oder nicht“. Der Ausbau der Netze diene nicht der Grundversorgung, sondern ausschließlich der „Gewinnmaximierung“.

Kritik an Alternativstandorten

Äußerst kritisch beurteilt die Initiative auch die sogenannten Suchkreise für Alternativstandorte von wegfallenden Sendern: Teilweise befänden sich diese in „unmittelbarer Nähe von Kindergärten und Schulen“, an der Panzerstraße sei ein Wohngebiet betroffen.

Ob die Telekom überhaupt einen Ersatzstandort braucht, bezweifelt die Bürgerinitiative in ihrem Schreiben: Es gebe schließlich einen Masten in der Mozartstraße und an zwei Standorten in der Böhmerwaldstraße seien „alle Generationen des Mobilfunks“ vertreten. Der 50-Meter-Mast im Gewerbegebiet Etwashausen decke mit seiner Sendeleistung „auch die Siedlung ab.“

Rechtfertigung für „Nichthandeln“

Keinen „Vorsorgegedanken“ kann die Initiative auch in Messungen entdecken, die die Stadt derzeit durchführt und die laut Pressetext aus dem Bauamt wegen zweier neuer Sendemasten – an der Winterleite und rund 300 Meter nördlich der Klinik Kitzinger Land – in Auftrag gegeben wurden. Diese Messungen vor und nach der Installierung dienten nicht dem Schutz der Bevölkerung. Vielmehr werde mit dem „Nichterreichen“ der Grenzwerte das jahrelange „Nichthandeln“ gerechtfertigt.

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