Wiesenbronn

Bürgerhaus benötigt einen hohen Betrag

Gemeinderat stellt die finanzielle Weichen
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Wiesenbronn Symbolbild Rathaus

Bei der Vorberatung für den Haushalt 2018 wurden in der Ratssitzung am Dienstagabend alle Bereiche im Verwaltungs- und Vermögenshaushalt angesprochen. Im Großen und Ganzen war die Ratsrunde mit dem Zahlenwerk von VG-Kämmerin Antje Teutschbein zufrieden. Sie nahm in der Sitzung zu den Themen Stellung, die zu Anregungen oder Vorschlägen Anlass gaben.

Da Wiesenbronn Projekte zur Weiterentwicklung des Dorfes im Rahmen des Städtebauförderprogramms angeht, war im Etat ein Betrag von rund 18 000 Euro für städtebauliche Beratung vorgesehen. Eine Summe, die Reinhard Hüßner zu hoch erschien. Bürgermeisterin Doris Paul sah als Grundlage des Betrags die Bedarfsermittlung, „aber dieses Geld muss nicht unbedingt im Jahr 2018 ausgegeben werden“. Schließlich einigte man sich auf rund 9000 Euro, da auch noch Geld für das städtebauliche Entwicklungskonzept bereit gestellt werden muss.

Hüßner regte zudem an, die Sanierung von Ortsstraßen und Gehsteigen in finanzielle Überlegungen einzubeziehen, wobei von einem Betrag von 20 000 Euro die Rede war. Nicht vergessen werden sollte auch der Friedhof, „denn der sollte uns etwas wert sein und den sollten wir in Schuss halten“. Die Bürgermeisterin sagte dazu, dass man ein Auge auf diese Pflege habe und deshalb auch schon Hecken zwischen den Gräbern auf Stock gesetzt wurden. Bei den Schulen kam die Information, dass die Wiesentheider Schule eine Verbandsumlage v

on 940 Euro und eine Investitionsumlage von 1450 Euro je Schüler gezahlt werden müsse. Zu weiteren Umlagen teilte die Kämmerin mit, dass auf der einen Seite die Kreisumlage sinke, aber auf der anderen Seite die VG-Umlage etwas ansteigen werde.

Ein sehr hoher Betrag muss im Vermögenshaushalt für das Bürgerhaus angesetzt werden, das im Anwesen neben dem Rathaus entstehen soll, das die Gemeinde gekauft hat. Das Projekt wird im Zuge der Städtebauförderung ablaufen „und ich hoffe zudem, dass die Neugestaltung des Seegartens auch über diese Schiene laufen kann“, fügte die Bürgermeisterin an. Zur Umstellung von 158 Dorflampen auf LED, was etwa 15 000 Euro kosten wird, zeigte sie sich optimistisch, dass sich dieser Betrag durch die Stromersparnis in zwei bis drei Jahren amortisieren werde. Zum Thema „Stromtankstelle für Elektrofahrzeuge“ informierte sie, dass noch keine Zusage zur Förderung vorliege, aber bei einem positiven Bescheid die Gemeinde dann einen Anteil von rund 5000 Euro zu zahlen habe.

Harald Höhn fragte an, ob im Haushalt 2018 auch ein Etat für Schulungen und Fortbildungen von Ratsmitgliedern vorgesehen sei, „da wir zum Beispiel im Falle der Kläranlagensanierung oder bei künftigen Konzepten für altersgerechtes Wohnen Beratungen und Informationen brauchen“. Die Bürgermeisterin wird in Klosterlangheim nachfragen, ob es entsprechende Angebote gibt und auch die Programme der Hanns-Seidl-Stiftung nach diesen Themen abfragen. Sie machte darauf aufmerksam, dass die Seminare der Stiftung kostenpflichtig seien und deshalb eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde angedacht werden müsse. Der Rat stimmte geschlossen dafür, die bei der Vorberatung vorgebrachten Anregungen und Vorschläge einzuarbeiten.

Ebenso einhellig wurde der Antrag von Reinhard Hüßner befürwortet, für die Mitgliedsgemeinden des Dorfschätzeverbunds die Einstellung einer Registratur- und Archivkraft ins Auge zu fassen. „Das wäre zum einen eine Entlastung für die Verwaltungen und zum anderen könnte geklärt werden, was man aufheben sollte und was nicht“. Die Bürgermeisterin unterstützte den Vorschlag, da es nach ihren Worten inzwischen Platzprobleme durch übervolle Schränke gebe. Endgültig ad acta gelegt wird die Bushaltestelle am Südausgang des Dorfes beim Denkmal für die Rotweininsel, da diese Stelle aus verkehrsrechtlicher Sicht problematisch ist und nur sehr wenige Leute da ein- oder aussteigen, wie aus der Stellungnahme der Verkehrsschau berichtet wurde.

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