WIESENTHEID

Bürgerbus oder Mitfahrzentrale?

Dieser Tage flatterte ein Zettel in die Briefkästen in Wiesentheid und den Ortsteilen, auf dem die Bürger zu einer Umfrage aufgerufen werden. Thema ist die Mobilität, denn dabei soll ermittelt werden, ob doch Bedarf für einen Bürgerbus in der Gemeinde besteht. Weiter könnte eine Art Mitfahrzentrale entstehen.
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Dieser Tage flatterte ein Zettel in die Briefkästen in Wiesentheid und den Ortsteilen, auf dem die Bürger zu einer Umfrage aufgerufen werden. Thema ist die Mobilität, denn dabei soll ermittelt werden, ob doch Bedarf für einen Bürgerbus in der Gemeinde besteht. Weiter könnte eine Art Mitfahrzentrale entstehen. Die Initiative für die Befragung ging von den Gemeinderäten aus.

Ein Auslöser sei gewesen, dass es, so Gemeinderätin Helma Schug, nach dem Einstellen des Bürgerbusses im Februar doch vereinzelt Klagen von Bedürftigen gegeben habe. Der Bus sei nicht flexibel genug gewesen. Zudem äußerten Senioren, dass sie lieber selbst Auto fahren möchten, so lange sie dazu in der Lage seien. Das seien Gründe einer mangelnden Akzeptanz des Angebots, sagte Helma Schug auf Anfrage. Sie ist im Arbeitskreis der Gemeinde zu diesem Thema.

Gerade an Personen, die das privat oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer organisieren könnten, sei gedacht. „Wir möchten erfahren, wann, wohin und wie sie mobil sein wollen“, heißt es im Flugblatt. Neue, zukunftsfähige Wege der Mobilität, wie Carsharing oder eben eine Mitfahrzentrale sollen in Wiesentheid erschlossen werden.

Der Bürger kann auf dem Fragebogen eintragen, zu welcher Uhrzeit und von welchem Ort aus er an welches Ziel möchte. Außerdem wird abgefragt, wer etwa einen Fahrdienst mit seinem Auto übernehmen könne, oder wer sich als Fahrer für ein gemeindeeigenes Auto oder einen Kleinbus bereit erklären würde.

Der zweite Teil des Flugblatts konzentriert sich auf das Thema Mitfahrzentrale. Wer kann Fahrten anbieten? Wer sucht Fahrgelegenheiten?, wird gefragt. „Es soll sich ein Zusammenspiel entwickeln. Gedacht ist beispielsweise an Personen, die sowieso nach Würzburg oder Kitzingen fahren, und eben andere mitnehmen könnten.“ Das ein oder andere Bedürfnis könnte da gedeckt werden, ist sich die Gemeinderätin sicher.

Bis Ende April ist der Rücklauf der Fragebögen in der Gemeinde anberaumt. Dann will die Kommune das Ganze auswerten und analysieren.

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