MAINSTOCKHEIM

Bürgerbegehren vorerst vom Tisch

Das Bürgerbegehren gegen die weitere Planung des Baugebiets Wunn II in Mainstockheim ist vorerst, vom Tisch.
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Blick auf das Gelände des ersten Bauabschnitts für das neue Wohngebiet in Mainstockheim, dem jetzt kaum noch etwas in Wege steht.

Das Bürgerbegehren gegen die weitere Planung des Baugebiets Wunn II in Mainstockheim ist vorerst, vom Tisch: In der Ratssitzung am Donnerstag gab Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs ein entsprechendes Schreiben der Sprecher der Bürgerinitiative „Pro Mainstockheim“ bekannt. Damit reagieren die Initiatoren auf Zugeständnisse der Gemeinde auf ihre Forderungen.

Wie berichtet, plant die Gemeinde Mainstockheim die Anweisung eines neuen Wohngebiets oberhalb des Ortes in Verlängerung des Baugebiets Wunn. In einem ersten Bauabschnitt sollen dort rund 30 Bauplätze, in der Endstufe bis zu 180 neue Wohngebäude entstehen. Recht schnell gründete sich im Ort eine Bürgerinitiative dagegen. Die Hauptbedenken: Der komplette Baustellenverkehr für das Neubaugebiet würde sich durch das bisherige Wohngebiet bewegen und die dortigen „Wohnstraßen“ über gebühr belasten.

Ein geplantes Bürgerbegehren dagegen konnte zwar genügend Unterschriften nachweisen, erfüllte aber ansonsten nicht alle rechtlichen Voraussetzungen, so dass es vom Gemeinderat abgelehnt werden musste. Noch in der Novembersitzung 2017 des Gemeinderats machte Sprecher Werner Siebert deutlich, dass die Initiative einen zweiten Anlauf für ein Bürgerbegehren starten werde. Davon nahm sie nun in einem weiteren Schreiben Abstand.

Eigene Zufahrt

Wie Siebert gegenüber dieser Zeitung sagte, habe es „Gespräche mit Bürgermeister und Gemeinderäten“ gegeben. Dort wurde der Initiative zugesagt, den Forderungen der Initiative weitgehend nachzukommen. Vor allem die Tatsache, dass der Baustellenverkehr nicht mehr durchs Wohngebiet führen werde, sondern eine eigene Zufahrt von der Bahn aus geschaffen werde, ließ die Situation doch entspannen. Denn grundsätzlich sei man nicht gegen neue Bauplätze in Mainstockheim. Jetzt sollten noch sieben im Schreiben an die Gemeinde aufgeführten Punkte mit Ratsbeschlüssen unterfüttert werden.

Noch in der Ratssitzung am Donnerstag gingen Bürgermeister und Räte auf die meisten dieser Forderungen ein. So wird der Baustellenverkehr nicht mehr durch's Wohngebiet führen. Es soll auch nach einer Lösung gesucht werden, den Mühlenweg nicht als Zufahrt zu nutzen. Ob im Hädler und An der Wunn teilweise Verkehrsberuhigte Zonen eingeführt werden können, wird geprüft. Sowohl eine wirtschaftliche Bilanz zu den tatsächlichen Kosten des ersten Bauabschnitts, als auch weitere Empfehlungen zum Hochwasserschutz durch das Wasserwirtschaftsamt werden eingeholt. Lediglich „geeignete Maßnahmen zur nachhaltigen Aufwertung des Altortes“ könnten sich zeitlich verzögern.

In kleinen Schritten

Der Abschnitt I des Baugebiets befinde sich derzeit, so Fuchs, in der Planung: „Es wird in kleinen, aber stetigen Schritten weiter gehen“, sagte Fuchs. Insgesamt waren sich die Räte am Donnerstag einig: „Da muss man im Gespräch bleiben.“

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