„2011 wurde bei den Übungen, Einsätzen und Veranstaltungen gute Arbeit geleistet.“ Dies sagte Winfried Söhnlein, Kommandant der Feuerwehr Hoheim, bei der Jahreshauptversammlung. Der Vorsitzende des Feuerwehrvereins Klaus Spannheimer berichtete, dass die Wehr 21 Aktive, 15 Passive und acht Jugendliche in ihren Reihen hat. Der Verein zählt 78 Mitglieder. Drei Aktive haben den Dienst beendet. Spannheimers Fazit: „Wir brauchen Aktive.“

Dies bestätigte Oberbürgermeister Siegfried Müller. Die routinemäßigen Visite der Landkreisführung habe ergeben, dass tagsüber bei Alarm die Einsatzkräfte nicht reichen und zusätzlich die Kitzinger Wehr alarmiert werden müsse. Der Oberbürgermeister appellierte an die Bürger, sich in der Feuerwehr zu engagieren.

In seinem Jahresbericht erinnerte Söhnlein an den Einsatz am Rosenmontag 7. März 2011, zu dem alle Kitzinger Wehren und einige aus Nachbarorten nach Repperndorf gerufen wurden, als eine landwirtschaftliche Lagerhalle in Flammen stand. Die Wehr nahm an der Stadtteilübung in Sickershausen und der Großübung am Netto-Logistikzentrum teil, richtete eine Übung im Kindergarten und eine Nachtübung „Am Bach“ aus und sicherte den Martinsumzug ab.

Vorsitzender Spannheimer berichtete unter anderem vom Maibaumaufstellen und dankte der Feuerwehrjugend für die Bewirtung. Die Wehr habe mit einem Zuschuss der Stadt den Schulungsraum renoviert und aus eigenen Mitteln 850 Euro beigesteuert.

Jugendwart Michael Kruckel berichtete, dass die Jugendgruppe derzeit aus sechs Mädchen und drei Jungs besteht. Die Gruppe habe zwölf Übungen durchgeführt, an drei Stadtteilübungen, dem 24-Stunden-Schwimmen und am Zeltlager in Fahr teilgenommen. Kruckel, der nach elf Jahren sein Amt als Jugendwart aufgab, sagte, er erinnere sich an viele schöne Erlebnisse. Seine Nachfolge traten Manuel Fuchs und Dieter Steinmann an.

OB Müller und Feuerwehrreferentin Rosi Richter dankten den Frauen und Männern für ihren Dienst. Die 2011 zugesagte Planung für den Anbau am Gerätehaus habe wegen Personalmangels verschoben werden müssen. Die vorgesehenen 20 000 Euro seien nach wie vor im Haushalt eingestellt und das Bauvorhaben in die mittelfristige Finanzplanung aufgenommen, versprach der OB.

Dank an Jugendwart

Stadtbrandinspektor Engelbert Scherer dankte zunächst für die zahlreichen Genesungswünsche nach seiner Krankheit: „Ich kann wieder stehen und gehen und darüber bin ich froh.“ Bis er wieder einsatzfähig sei, werde es allerdings noch dauern. Scherer dankte Kruckel für dessen Arbeit und dafür, dass er für seine Nachfolge gesorgt habe. „Elf Jahre als Jugendwart sind eine Seltenheit.“ Zum tagsüber herrschenden Einsatzkräftemangel sagte Scherer, es sei wichtig, dass es in jedem Ortsteil Wehren gibt.

Am Ende der Versammlung stand die Ehrung von Klaus Spannheimer. Er gehört der aktiven Wehr seit 30 Jahren an, war sechs Jahre stellvertretender Vorsitzender und ist seit zwölf Jahren Vorstand des Feuerwehrvereins. Die Ehrung nahmen Kommandant Söhnlein und Spannheimers Stellvertreter Dieter Pfrenzinger vor. Aus der Jugendgruppe verabschiedet und in die aktive Wehr aufgenommen wurde Sabine Heckelmann.