Marktsteft

Bürger kritisieren den Kindergartencontainer

Die Bürgerversammlung in der Marktstefter Sporthalle am Donnerstagabend dauerte annähernd vier Stunden und hatte doch einiges zu bieten.
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Von Bürgermeister Thomas Reichert (rechts) wurden in der Bürgerversammlung für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet (von links): Johann Schroll, Richard Krämer, Eckhard Himmel, Irmgard Matthäus, Helmut Manger, Günther Eisenhuth und Walter Dienesch. Foto: Robert Haaß
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Neubürgerempfang, der Bericht des Bürgermeisters, die Ehrung verdienter Bürger und abschließend noch die Fragen aus der Runde der etwa 200 Besucher: Die Bürgerversammlung in der Marktstefter Sporthalle am Donnerstagabend dauerte annähernd vier Stunden und hatte doch einiges zu bieten.

Da gab es Kritik an Bürgermeister Thomas Reichert und den Stadtratsmitgliedern für die Zustände im Kindergarten. Schon in seinem Bericht war der Bürgermeister darauf eingegangen, hatte erläutert, dass bereits mit Abschluss der Erweiterung des Kindergartens im Jahr 2015 der Platz dort zu eng wurde und deshalb 2016 als Übergangslösung Container aufgestellt und gleichzeitig mit einer erneuten Erweiterungsplanung begonnen wurde. Das Problem allerdings: Auf dem Grundstück war zu wenig Platz und auch die daneben liegende Grundschule sollte saniert und in die Planung mit einbezogen werden. Keine leichte Aufgabe, da wegen der Zuschüsse verschiedene Behörden in das Verfahren einbezogen werden mussten. Reichert gab aber auch zu: Man hätte durchaus etwas schneller agieren können. In den kommenden Tagen stehe aber ein Termin bei der Regierung von Unterfranken an, den er zusammen mit Mitarbeitern der Verwaltungsgemeinschaft, einem Stadtrat und Pfarrer Peter Stier als Vorsitzenden des Trägervereins nutzen wolle, um im Verfahren weiter zu kommen.

Trotz dieser Ausführungen gab es etliche Einwendungen von Eltern, Mitarbeitern und auch Bürgern, die massiv gegen die Containerlösung sprachen. Da war von "Drecksloch", von "Zumutung", von "Modergeruch" die Rede und auch Stier appellierte an Bürgermeister und Räte, Kindergarten und Schule "absolute Priorität" zu geben. Reichert sagte zu, vor allem die Kindergartenmitarbeiter besser über die weiteren Entwicklungen zu informieren.

Weitere Bürgeranfragen betrafen die Parksituation in der Herrnstraße, eine mögliche Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Staatsstraße an der Kreuzung nach Michelfeld oder auch Lärm und Verschmutzung durch Gäste bei Feiern im Bürgerkeller.

Erstmals nutzte die Stadt die Bürgerversammlung als Gelegenheit zum Neubürgerempfang, bei dem sich die Vereine aus Marktsteft und Michelfeld präsentieren konnten. Zudem wurden verdiente Bürger ausgezeichnet, da sie, so Reichert "beispielgebend" für die Gesellschaft sind.

Geehrt wurden: Walter Dienesch, der nicht nur den Gesangverein leitet, sondern auch in anderen Vereinen aktiv ist; Günther Eisenhuth, der sich vor allem durch die langjährige Leitung des Gartenbau- und Ortsverschönerungsvereins auszeichnete, Stadtrat war und den CSU-Ortsverein gründete und führte; Eckhard Himmel der insgesamt 41 Jahre lang Stadtrat war und auch beim TSV viele Posten innehatte; Friedrich Kraft für sein Engagement in Michelfeld, sei es als Schulbusaufsicht, bei der Feuerwehr oder in weiteren Vereinen; Richard Krämer, der insgesamt 42 Jahre lang von 1966 bis 2008 als Stadtrat die Geschicke der Stadt mit geleitet hatte; Helmut Manger, der sich um den Friedhof kümmert; Irmgard Matthäus, die sich der Pflege der Kirchenburg und des Umfelds angenommen hat; Irma Moser, die in Michelfeld das Archiv pflegt und das alte Schulhaus betreut; Johann Schroll, der sich "einfach so", täglich für den Spielplatz im Köhlenweg verantwortlich fühlt und Erich Wendel, ehemaliger Stadtrat, der viele Jahre Vorsitzender der Soldaten und Reservistenkameradschaft war.

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