DETTELBACH

Bürger als Investoren für Windpark?

Zu regenerativen Energieformen gebe es keine Alternative, heißt es in einer Pressemitteilung des SPD-Ortsvereins Dettelbach. Allerdings könne nach dem Ausstieg aus der Atomkraft die 10H-Abstandsregel von Windrädern zur Wohnbebauung das „mittelfristige Ende“ der Windenergie bedeuten, so die SPD mit Blick auf das Bürgerbegehren „Für Windkraft mit Abstand.“
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Foto: Foto: Gerd Schaar

Zu regenerativen Energieformen gebe es keine Alternative, heißt es in einer Pressemitteilung des SPD-Ortsvereins Dettelbach. Allerdings könne nach dem Ausstieg aus der Atomkraft die 10H-Abstandsregel von Windrädern zur Wohnbebauung das „mittelfristige Ende“ der Windenergie bedeuten, so die SPD mit Blick auf das Bürgerbegehren „Für Windkraft mit Abstand.“

Die Bürgerinitiative Dettelbach und Ortsteile sammelte 1600 Unterschriften, um einen Windpark zwischen der Autobahn und der B 22 (südöstlich von Bibergau) zu verhindern. Im Kern geht es den Initiatoren dabei um die 10H-Regelung der Staatsregierung, also darum, dass Windräder mindestens den zehnfachen Abstand ihrer Höhe zu Wohnhäusern einhalten sollen.

Allerdings: Wenn – wie im Fall Dettelbach – die Stadt per Bebauungsplan ihre Planungshoheit ausübt, greift die Regelung nicht. Dies war der Grund für das Bürgerbegehren, das vor kurzem seine Unterschriftenliste übergab. Die Sorgen der Bürger will die SPD laut Stellungnahme ernst nehmen.

Dass so viele Dettelbacher ihre Unterschrift auf die Listen des Bürgerbegehrens setzten, liegt nach Meinung der Sozialdemokraten „wie so oft“ am St. Floriansprinzip: „Überall, nur nicht bei uns.“

Eine Möglichkeit, die Akzeptanz bei der Bevölkerung zu erhöhen, sei die Möglichkeit, diese finanziell an den Anlagen zu beteiligen. Die Einheimischen identifizierten sich dann mit „ihren Windrädern“, meinen die Dettelbacher Sozialdemokraten. In Gesprächen mit Unterzeichnern des Bürgerbegehrens sei dies deutlich geworden.

Viele hätten kein Verständnis dafür, „dass sich Investoren auf Kosten der Allgemeinheit die Taschen füllen“, heißt es im Pressetext. In Verhandlungen mit den Investoren solle erreicht und am Ende auch fest geschrieben werden, dass sich Bürger aus Dettelbach und der Region finanziell an den geplanten Windenergieanlagen beteiligen können.

Der SPD-Ortsverein Dettelbach würde dies befürworten. „Saubere Energie“ brauche man schließlich nicht nur in Norddeutschland, in China, in Südafrika oder sonst wo auf der Welt, sondern auch in der Region und in Dettelbach.

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