PRICHSENSTADT

Brunnenstube und Lärchenweg im Baugebiet

Der Stadtrat Prichsenstadt legte Straßennamen im Wohngebiet Ziegelgärten VI fest. Erschließung im Frühjahr geplant.
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Der Stadtrat Prichsenstadt legte Straßennamen im Wohngebiet Ziegelgärten VI fest. Erschließung im Frühjahr geplant.

Im Frühjahr soll das neue Baugebiet Ziegelgärten VI in Prichsenstadt mit 22 Grundstücken erschlossen sein. Damit das Ergebnis der Vermessungen und die neuen Grundstücksverhältnisse gleich ins Grundbuch eingetragen werden können, legte der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung die Straßennamen und Hausnummern fest.

Die künftigen Neubürger wohnen an der Straße Zur Brunnenstube und am Lärchenweg. Zur Brunnenstube ist die senkrecht nach Süden führende Fortsetzung der bestehenden gleichnamigen Straße aus dem darüber liegenden Wohngebiet. „Deshalb ergibt es Sinn, sie auch so zu benennen“, sagte Bürgermeister René Schlehr aus. Die zweite Straße ist wie eine Ringstraße geplant und hätte entweder Lärchenweg oder Eichenweg heißen sollen.

Mögliche Alternative

Alternativ dazu hatte Schlehr den Namen Hugo-Knauer-Ring genannt, als Gedenken an den im März 2010 verstorbenen Ehrenbürger. Der ehemalige Grundschulrektor war für viele Tätigkeiten geehrt worden, unter anderem als Gemeindeschreiber von Bimbach, als Stadtrat und zweiter Bürgermeister. Zudem ist er Träger des Ehrenringes der Stadt Prichsenstadt. Eine Straße in diesem Wohngebiet nach ihm zu benennen, fand bei den Räten wenig Anklang.

Hilfreiche Namen

Eher plädierte beispielsweise Ursula Reiche dafür, einen „Baum-Namen“ zu nehmen. Denn die Straßen des Baugebietes sind so geplant, dass es vergrößert werden kann. „Wenn ich nachts zu Hausbesuchen unterwegs war und in eine Siedlung mit Straßennamen wie Blumen fuhr, hat mir das sehr geholfen, schnell die richtige Straße zu finden“, so die pensionierte Ärztin. Was in der heutigen Zeit mit Navigationsgeräten wohl kaum mehr nötig wäre, so eines der Gegenargumente. Dennoch setzten sich die „Baum-Namen“ durch, die mit 9:5 auch akzeptiert wurden.

Durchgefallen war sowohl der Antrag vom dritten Bürgermeister Martin Ebert,, der den Ring nach Hugo Knauer benannt hätte (12:2 abgelehnt), als auch der Antrag von Helmut Happel, der gar drei Straßennamen eingebracht hatte.

Weitere Themen des Rates

Reine Formsache war die Verabschiedung des Haushaltes 2019 der Hospitalstiftung der Stadt Prichsenstadt. Mit Einnahmen und Ausgaben kommt der Haushalt auf 109 550 Euro. Kredite für Investitionen sind nicht vorgesehen. Kassenkredite ist auf 5000 Euro beziffert. Nachdem es keine Frage an Kämmerer Marco gab, verabschiedete der Rat den Haushalt einstimmig.

Von den Tagesordnung

Schneller war der Antrag der Firma Münch Energie aus Rugendorf abgehandelt. Die Firma hätte gerne eine Flächen-Photovoltaikanlage in Stadelschwarzach errichtet, mit einer Größe von 4,5 Hektar und einer Leistung von 3,5 Megawatt. Der Bürgermeister hatte eine Stellungnahme des Landratsamtes eingeholt. Das hätte er sich sparen können, denn Helmut Hümmer hatte ihn kurz vor der Sitzung auf einen Grundsatzbeschluss des Rates aus dem Jahr 2010 hingewiesen.

Seinerzeit hatte der Rat nach einer ähnlichen Anfrage festgelegt, dass es für derartige Photovoltaikanlagen keine Bauleitplanung und auch keine Flächenausweisung geben werde. Nachdem im Rat auch niemand Anstalten machte, irgendetwas an diesem Grundsatzbeschluss geändert haben zu wollen, nahm der Bürgermeister den Punkt von der Tagesordnung.

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