KITZINGEN

Brüten in bester Wohnlage

Geschmack haben sie offensichtlich, die Krähen, die in bester Kitzinger Wohnlage mit Blick auf den Falterturm ihre Nester im Rosengarten gebaut haben. Seit Freitag steht fest: Für die laufende Saison werden sie ihre Eier auf der Platane auch in Sichtweite des Wahrzeichens ausbrüten können.
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Rosengarten: Die Krähen-Nester auf der Platane auf dem Spielplatz im Rosengarten bleiben. Eine Kontrolle durch Robert Endres vom Landesbund für Vogelschutz mit der Feuerwehrleiter hat am Freitag ergeben, dass bereits Eier in der Nestern liegen. Damit verbietet sich nach dem Naturschutzgesetz jeder Eingriff. Foto: Foto: Siegfried Sebelka

Geschmack haben sie offensichtlich, die Krähen, die in bester Kitzinger Wohnlage mit Blick auf den Falterturm ihre Nester im Rosengarten gebaut haben. Seit Freitag steht fest: Für die laufende Saison werden sie ihre Eier auf der Platane auch in Sichtweite des Wahrzeichens ausbrüten können.

Ein Entfernen der Nester kommt nicht in Frage. Das war klar, als der Vorsitzende des Landesbundes für Vogelschutz am Freitag mit Hilfe der Drehleiter der Feuerwehr Kitzingen die Nester inspiziert hatte. Nachdem sich Robert Endres Einblick in die sieben Nester verschafft hatte war klar: „Es sind Eier drin, damit geht gar nichts mehr.“

„Wenn wir eines weg machen, bauen die gleich wieder ein neues.“
Robert Endres Vogelschützer

Weil die Krähen – um welche Art es sich genau handelt, weiß auch der Vogelexperte nicht ganz genau – ihre Eier bereits gelegt und mit dem Brüten begonnen haben, stehen sie unter dem Schutz des Naturschutzgesetzes.

Ein Entfernen oder andere Eingriffe in die Behausungen verbietet sich von selbst, sagte Enders. Der bezweifelt ohnehin, ob ein Entfernen der Nester Erfolg gehabt hätte. „Wenn wir eines weg machen, bauen die gleich wieder ein neues“, so Endres.

Der Vogelschützer war zu Rate gezogen worden, nachdem es Beschwerden über die Krähen gegeben hatte. Das Problem: Die Platane mit den Nestern steht mitten im Spielplatz im Rosengarten. Da die Vögel dazu neigen, gelegentlich etwas fallen zu lassen, hat das zu Verunreinigungen geführt. Forderungen nach dem Entfernen der Nester waren laut geworden.

Die sind mit der Kontrolle am Freitag vom Tisch. Wie es im Rosengarten hieß, wird der Spielplatz zunächst einmal geschlossen. Ob es passiven Vogelkot-Schutz in Form einer über den Spielplatz gespannten Plane oder Folie geben wird, soll noch entschieden werden.

Klar ist in jedem Fall: Die Krähen können ihren Nachwuchs mit Blick auf den Falterturm groß ziehen – zumindest in dieser Brutsaison.

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