Castell

Brigitte Horak setzt sich in Castell gegen zwei Männer durch

Eine Wahl, drei Kandidaten, klares Ergebnis: Die Freie Wählergemeinschaft hat in Castell Brigitte Horak zur Bürgermeisterkandidatin gekürt. Sie verriet ihren Leitspruch.
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In Castell freute sich Brigitte Horak über das deutliche Votum der Bürger bei der Nominierung zur Bürgermeister-Kandidatin. Foto: Andreas Stöckinger
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Die Versammlung der Freien Wählergemeinschaft in Castell kürte Brigitte Horak zur Kandidatin für die im März anstehende Wahl zum Bürgermeister. Die Bewerberin erhielt mit 30 von 45 abgegebenen Stimmen eine deutliche Mehrheit von der Versammlung. Die Landschaftsarchitektin hatte bereits im Vorfeld ihr Interesse bekundet, für den Posten zu kandidieren. In der Versammlung wurden mit Daniel Mönius und Jürgen Weber zwei weitere Kandidaten vorgeschlagen, die schließlich auch zur Abstimmung standen. Mit acht (Mönius), beziehungsweise fünf (Weber) Stimmen für sich blieben beide deutlich hinter Horak.

Castells amtierender Bürgermeister Jochen Kramer, der im März nicht mehr zur Wahl antritt, leitete die Versammlung, bei der auch die Casteller Liste mit den Bewerbern für den Gemeinderat erstellt wurde. Dabei ließen sich 14 Bürger aufstellen.

Vorsitzende des Heimatvereins

Nach der Frage nach Vorschlägen stellten sich die Bürgermeister-Bewerber kurz vor. Brigitte Horak hatte dabei ein Zitat, das sie als Leitspruch für sich sieht. "Man tut, was man kann; an dem Ort wo man ist; mit dem was man hat", lautete ihr Motto. Die aus Öhringen in Baden stammende lebt seit rund 30 Jahren in Castell und ist dort nicht nur als Vorsitzende des Heimatvereins engagiert.

Alles zu den Kommunalwahlen lesen Sie hier.

Castell müsse weiter eine Gemeinde mit Zukunft sein, die lebens- und liebenswert bleibe. Dafür werde sie ich einsetzen. Es gelte, anstehende Aufgaben sinnvoll weiter zu bringen, verwies sie auf einige Projekte, die in der 830 Einwohner-Gemeinde bereits begonnen wurden. Größte Herausforderung werde die Kläranlage sein, die erneuert werden muss. Horak wünschte ein faires Miteinander, nicht nur im Wahlkampf.

Intaktes Vereinsleben weiterführen

Die beiden weiteren Bewerber betonten ihre Überraschung, überhaupt vorgeschlagen worden zu sein. Der 30-jährige Daniel Mönius stellte heraus, dass man versuchen müsse, die Gemeinschaft in der Gemeinde zu erhalten und wieder zu stärken. Die einst vorhandenen Treffpunkte im Ort gelte es, wieder zu beleben, beziehungsweise zu erhalten. Das Geschaffene, wie das intakte Vereinsleben, müsse man weiterführen. Gemeinsam mit dem Gemeinderat und den Bürgern wolle er das Ganze anpacken.

Jürgen Weber (53) ging darauf ein, dass man in Castell und vor allem den Ortsteilen verstärkt Perspektiven schaffen müsse, damit die junge Generation dort bleibe. Das Ausweisen von Bauplätzen wie von Gewerbeflächen sei dazu unabdingbar. Er stelle sich gerne zur Verfügung, um für den Ort etwas zu bewirken, sagte er.

Liste zum Gemeinderat

Die Vorgeschlagenen ließen sich ebenso für die Liste zum Gemeinderat nominieren. Auf die Liste zum Gemeinderat wurden in der Reihenfolge gewählt: Michael Rufer, Volker Hartmann, Dominik Heilmann, Manuel Kaul, Axel Wehrwein, Brigitte Horak, Iris Haßlauer, Nicole Wintrich, Michael Bastert, Daniel Mönius, Joachim Paul, Jürgen Weber, Andrew Koob und Stephan Klotz.

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