Eine höfliche, aber dennoch sehr deutliche Stellungnahme hat die Gemeinde auf das Schreiben des Amtes für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten verfasst. In dem war der Gemeinde mitgeteilt worden, dass eine Auszahlung der Förderung für den Stockhieb nicht möglich ist, da eine flächige Befahrung der Stockhiebsfläche festgestellt worden sei. Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert informierte in der Sitzung des Gemeinderats Willanzheim über die Antwort.

Die Gemeinde stellt fest, dass die Brennholzentnahme durch die Eigentümer und die Stammholzentnahme durch die Gemeinde boden- und bestandsschonend geschehe. Die Holzabfuhr sei nur bei Frost oder Trockenheit gestattet. Für die Feinerschließung seien Fahrgassen angelegt worden.

Bei einem Ortstermin mit dem Forstamt, der Unteren Naturschutzbehörde und der Forstbetriebsgemeinschaft habe die Gemeinde ausführlich dargestellt, dass auf Grund der langen Frostperiode der Boden vollkommen durchgefroren war und Folgeschäden nicht aufgetreten seien. Deshalb erscheint der Gemeinde das Schreiben des Amtes nach über einem halben Jahr nicht nachvollziehbar. Auch die formaljuristische Formulierung, dass auf Subventionsbetrug geprüft werde, stieß dem Gemeinderat auf. Die Gemeinde setzt aber auf Dialog und wünscht eine Information des Amtes direkt an die Güterwaldteilhaber, um eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten.

Außerdem stellte Reifenscheid-Eckert die Eckpunkte des Haushalts für 2013 vor. Für Friedhöfe, das Leichenhaus in Hüttenheim und für die Anlage von Urnengräbern sind 30 000 Euro vorgesehen. Für die Versorgung der drei Ortsteile mit schnellem Internet stehen 500 000 Euro im Haushalt, obwohl noch fraglich ist, ob dies 2013 kommt. Mit einer Förderung von 60 Prozent könne die Gemeinde rechnen.

Nach der Präsentation des touristischen Konzepts für Hüttenheim geht es nun an die Umsetzung. 50 000 Euro sollen in den Haushalt eingestellt werden, um Parkplätze zu schaffen. Wie berichtet, war einer der Vorschläge gewesen, dass auf dem Marktplatz nicht mehr geparkt werden sollte.