Geht es nach den Vorstellungen von Henning Wiedenroth, dann sollen sich Wanderer schon bald an bunt blühenden Wegrändern erfreuen. Der Willanzheimer Jagdpächter stellte am Montagabend dem Bauausschuss des Stadtrates unter der Überschrift „Iphofen blüht“ ein entsprechendes Konzept vor.

Laut Wiedenroth sind die Wanderwege im Norden der Stadt in Richtung Schwanberg gut ausgeschildert und zahlreiche Infotafeln bieten eine Fülle von Informationen. Diese Wege werden von Besuchern gut frequentiert.

Im Gegensatz dazu seien die Wege in Richtung Süden, die zur Kirchenburg Mönchsondheim und zum Breitbachtal führen, eher mager ausgestattet und führten ein Aschenputtel-Dasein. Das möchte Wiedenroth ändern. Nach seinen Vorstellungen sollten entlang der Wege Blühstreifen angelegt werden, die der Bearbeitungsbreite einer Feldspritze (24 Meter) entsprechen und etwa gleich lang sein sollten. Angesät werden sollten dort Früh- und Spätblüher, wie Kornblume, Klatschmohn, Malve oder Vogelwicken.

Die notwendigen Arbeiten sollte das Gartenamt der Stadt übernehmen. Wiedenroth möchte damit mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Das Landschaftsbild werde verschönert, die Attraktivität der Wanderwege erhöht und Wanderer könnten sich einen Blumenstrauß pflücken. Zum anderen böten diese Felder wild lebenden Tieren, vor allem Bodenbrütern wie Lerche oder Rebhuhn einen Lebensraum und seien ideale Weiden für Bienen.

Wiedenroths Idee stieß bei Bürgermeister Josef Mend und den Ausschussmitgliedern grundsätzlich auf Zustimmung. Auch Rupert Maier sprach sich für den Vorschlag aus. Es gebe genug Flächen in Iphofen. Die von Wiedenroth vorgeschlagene Fläche von 30 Ar sei ein Tropfen auf den heißen Stein.

Allerdings wurde auch die Problematik nicht verkannt, dass viele Flächen in Privatbesitz und langfristig an Landwirte verpachtet sind. Wiedenroth hielt dem entgegen, dass ein großer Teil der Grundstücke Eigentum der Juliusspitalstiftung sei, mit der man verhandeln müsse. Auch seitens der Flurbereinigung sei geplant, entlang des neu angelegten Teerweges einen acht Meter breiten Blühstreifen anzulegen.