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Biebelried

Biebelried: Landwirte wollen Erdbecken für die Güllelagerung

In und um Biebelried herum gibt es viele landwirtschaftliche Betriebe mit Viehhaltung. Die haben ein Problem wegen enger Zeitfenster, in denen Gülle ausgebracht werden darf. Also wohin mit der Gülle? Eine Lösung präsentierte Fabian Zipfel vom Maschinenring Maindreieck in Form eines Erdbeckens zur Lagerung nahe der Biebelrieder Kläranlage. Dort stünde ein Grundstück zur Verfügung.
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An der Straße von Biebelried nach Theilheim (rechts) liegt etwa auf der Hälfte der Strecke von Grün umgeben die Kläranlage. Südlich davon könnt ein Folienerdbecken für die Güllelagerung gebaut werden. Foto: Gerhard Krämer

In und um Biebelried herum gibt es viele landwirtschaftliche Betriebe mit Viehhaltung. Die haben ein Problem wegen enger Zeitfenster, in denen Gülle ausgebracht werden darf. Also wohin mit der Gülle? Eine Lösung präsentierte Fabian Zipfel vom Maschinenring Maindreieck in Form eines Erdbeckens zur Lagerung nahe der Biebelrieder Kläranlage. Dort stünde ein Grundstück zur Verfügung.

Grundsätzlich steht der Gemeinderat dem Bauvorhaben, das zudem privilegiert wäre, positiv gegenüber. Allerdings sollte noch einmal der Standort überdacht werden. Der ist nämlich westlich von Biebelried und nach den Worten von Manfred Kleinschrodt herrsche in Biebelried überwiegend Westwind.

Damit war auch die mögliche Geruchsbelästigung ein Thema. "Die Kläranlage riechst du dann nicht mehr, weil die Gülle alles überdeckt", scherzte Gemeinderat Christian Pavel. Laut Fabian Zipfel allerdings sollen die Emissionen relativ gering sein. Beim Befüllen oder der Entnahme könnten Gerüche auftreten, ansonsten sei das Becken mit einer schwimmenden Abdeckung versehen.

Apropos Becken. Die Lagerung von Gülle und eventuell Gärresten erfolgt in einem vier bis fünf Meter tiefen eingezäunten Erdbecken, das mit zertifizierten PE-Folien ausgekleidet ist. "Das ist dicht", versicherte Zipfel. Zur Sicherheit gebe es eine Leckageerkennung. Das Lagervolumen beträgt etwa 10 000 Kubikmeter. Ein weiteres Becken ist laut Zipfel bei Herchsheim im Landkreis Würzburg geplant. Interessierte Aufnehmer könnten auch Gülle erwerben.

Nur für Mitgliedsbetriebe gedacht

Aktuell seien es zwölf Betriebe, die Interesse daran hätten, am Bau des Folienerdbeckens im Rahmen einer landwirtschaftlichen Gülle-Genossenschaft mitzuwirken. Es werde kein Gewerbe sein, versicherte Zipfel, nur für Mitgliedsbetriebe beim Maschinenring sei die Anlage gedacht. Die Betriebe stammten aus der Umgebung, neun davon aus Biebelried, weswegen er Gülletourismus ausschließen konnte. Gemeinderätin Renate Zirndt hätte die Anlage gerne auf Biebelrieder Landwirte beschränkt.

Gemeinderat Matthias Manger meinte, dass eine solche Anlage vielleicht tatsächlich besser sei als zehn bis zwölf Einzelbehälter. Bevor man einzelnen Landwirten Güllegruben für um die 150 000 Euro aufdrückt, wäre diese Variante eines gemeinschaftlichen Erdbeckens für die Landwirtschaft wesentlich besser, betonte Bürgermeister Roland Hoh.