DETTELBACH

Betrug gerade noch aufgeflogen

Wegen des Verdachts des Betrugs und der Erpressung hat die Kitzinger Polizei Ermittlungen aufgenommen, nachdem eine ältere Frau in Dettelbach massiv von einem angeblichen Staatsanwalt aus Karlsruhe unter Druck gesetzt und aufgefordert worden war, 2170 Euro zu überweisen. Wie es im Polizeibericht heißt, hatte die Frau vor rund drei Jahren an dubiosen Gewinnspielen teilgenommen, deren Verträge mit anwaltschaftlicher Hilfe aufgelöst wurden.
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Auf ein funktionierendes Telefon in seiner Allgemeinarztpraxis wartet Dr. Reiner Saltin seit mittlerweile sieben Wochen. Foto: FOTO DPA

Wegen des Verdachts des Betrugs und der Erpressung hat die Kitzinger Polizei Ermittlungen aufgenommen, nachdem eine ältere Frau in Dettelbach massiv von einem angeblichen Staatsanwalt aus Karlsruhe unter Druck gesetzt und aufgefordert worden war, 2170 Euro zu überweisen. Wie es im Polizeibericht heißt, hatte die Frau vor rund drei Jahren an dubiosen Gewinnspielen teilgenommen, deren Verträge mit anwaltschaftlicher Hilfe aufgelöst wurden.

Ein Anrufer meldete sich jetzt mit der Bezeichnung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und forderte die Frau auf, 2170 Euro per Western Union in die Türkei zu überweisen, da ansonsten der Gerichtsvollzieher komme und bei ihr eine Pfändung in Höhe von 11 000 Euro vornehme. Die Frau hob Geld bei der Bank ab und begab sich zur Post, um das Geld per Western Union zu überweisen. Von dem aufmerksamen Postbeamten wurde sie auf einen möglichen Betrug hingewiesen. Sie ging wieder nach Hause und rief eine bei ihr hinterlassene Telefonnummer an. Dabei bemerkte sie nicht, dass die Nummer die Ländervorwahl der Türkei hatte.

Als ihr bestätigt wurde, dass entweder das Geld überwiesen wird oder der Gerichtsvollzieher kommt, begab sie sich erneut zur Post. Der Postbeamte lehnte die Überweisung ab, da der Ausweis der Frau abgelaufen war. Am Freitag meldete sich erneut die „Staatsanwaltschaft Karlsruhe“ und fragte nach, warum das Geld noch nicht überwiesen sei. Der Betrag von 2170 Euro wurde nochmals eingefordert.

Jetzt wurden Angehörige eingeweiht, die einen Rechtsanwalt befragten. Dieser wies die Angehörigen darauf hin, dass es sich offensichtlich um einen Betrug handelt. Die Polizei wurde verständigt. Die hat die Anzeige wegen des Verdachts des Betruges und der Erpressung aufgenommen.

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