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Kitzingen

Beton, Holz, Altfett: Warum Nachhaltigkeit vielseitig ist

Nachhaltigkeit ist vielseitig. Das durften die Gäste einer öffentlichen Veranstaltung erfahren, zu denen die „CSU-Alpaqkas“ Sabrina Stemplowski und Daniel Nagl eingeladen hatten. Drei Referenten beleuchteten die Thematik aus verschiedenen Sichtweisen, wie aus einem Presseschreiben hervorgeht.
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Daniel Nagl (links) moderierte den zweiten ALPAQKA-Weintalk zum Thema nachhaltige Rohstoffe. Unser Bild zeigt ihn zusammen mit OB-Kandidat Stefan Güntner, Landrat-Kandidat Timo Markert, Hubert Zenk (Fa. Lesch), Uwe Rothenberger (Fa. Wolf Bavaria) und Elisabeth Ziegler (LZR). Foto: Nina Grötsch

Nachhaltigkeit ist vielseitig. Das durften die Gäste einer öffentlichen Veranstaltung erfahren, zu denen die „CSU-Alpaqkas“ Sabrina Stemplowski und Daniel Nagl eingeladen hatten. Drei Referenten beleuchteten die Thematik aus verschiedenen Sichtweisen, wie aus einem Presseschreiben hervorgeht.

Den Anfang machte Elisabeth Ziegler von LZR, die den Bedarf an Sand- und Kiesabbau und die Artenschutz-Initiativen der Abbaubetriebe vorstellte. „Wir müssen bauen“, betonte sie. Allein in Bayern würden jährlich 85 Tonnen Sand und Kies gebraucht. Pro Einwohner sind das sieben Tonnen. Aus ökologischer Sicht müsse man das Material vor Ort nutzen und nicht mit Lkws durch Deutschland fahren. „Nur ein regionaler Rohstoff ist ein wirklich nachhaltiger Rohstoff“, so Ziegler. In diesem Sinn versteht LZR Kiesgruben als „geborgtes Land“, das nach der Rohstoffgewinnung als höherwertigeres Ackerland oder Biotope genutzt werde. 

Holzmodulbauweise vor allem für Kindergärten interessant

Mit Uwe Rothenberger wechselte das Material von Beton auf Holz. Der Fachmann für Holzmodulbauweise bei der Firma Wolf Bavaria stellte dessen Vorteil für Kommunen in den Vordergrund. Gerade für Kindergärten, die möglichst kurzfristig benötigt werden, sei diese Bauart von Interesse. „Die Bauzeit reduziert sich um 75 Prozent“, sagte er. Nicht zu unterschätzen sei auch der geringe Baustellenverkehr und -lärm. Über 90 Prozent können, individuell geplant, im Werk vorgefertigt werden – Dämmung, Fußböden, Fassade und Co. inklusive. Dank nachhaltiger Forstwirtschaft wachse aktuell mehr Holz nach, als verarbeitet werde. Nicht zu unterschätzen sei die gute CO2-Bilanz und die Tatsache, dass beim Holzbau ein kompletter Rückbau problemlos möglich ist.

Dritter im Bunde war Hubert Zenk von Lesch Altfettrecycling aus Mittelfranken. Er erläuterte, wie jeder Bürger zur Mobilitätswende beitragen könnte, indem Altfett aus Privathaushalten gesammelt wird. In einem Pilotprojekt im Kreis Roth und den Städten Fürth und Erlangen seien erste Erfolge erzielt worden.

Öl- und Fettreste sammeln und nicht im Abfluss entsorgen

Zenk und sein Team haben über 60 000 Bürger mit Behältern ausgestattet, in die diese Öl- und Fettreste aus Pfannen und Fritteusen sammeln können - anstatt sie einfach im Abfluss zu entsorgen, wie es meist die Regel sei. Die vollen Boxen können in extra aufgestellten Automaten ganz einfach gegen saubere und leere Behälter eingetauscht werden. „Die Verbraucherakzeptanz ist hoch“, freut sich Zenk und ist optimistisch, dass die Zahl weiter wachsen wird. Speisefett und -öl sei ein wertvoller Rohstoff. Es lasse sich daraus fast 1:1 Biodiesel herstellen.

In der Abschlussrunde gab Daniel Nagl den Referenten nochmals 30 Sekunden Zeit, um OB-Kandidat Stefan Güntner und Landrat-Kandidat Timo Markert von ihren Ideen zu überzeugen. Deren Fazit: Tolle Impulse, auf die sich weiter bauen lasse, so die Meldung abschließend.

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