LANDKREIS KITZINGEN

Besuch bei Abendsegler und Mausohr

Ende August werden bei der jährlichen „Batnight“ die Fledermäuse europaweit als bedrohte Tiergruppe in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gestellt. Dahinter steht der Landesbund für Vogelschutz (LBV).
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Exkursion auf dem Schwanberg: Über 100 Interessierte machten sich mit dem Landesbund für Vogelschutz auf den Weg, um die geheimnisvollen und faszinierenden Seiten der Fledermäuse kennenzulernen. Foto: Foto: SÖDER

Ende August werden bei der jährlichen „Batnight“ die Fledermäuse europaweit als bedrohte Tiergruppe in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gestellt. Dahinter steht der Landesbund für Vogelschutz (LBV).

Bei Exkursionen, Vorträgen, dem Bau von Fledermauskästen oder anderen Aktionen landesweit bieten sich Möglichkeiten, mehr über die geheimnisvollen Nachtjäger zu erfahren. In der Region Kitzingen hat der LBV unter Leitung von Christian Söder zur Batnight auf dem Schwanberg eingeladen. An die 100 naturinteressierte Besucher ließen sich Wissenswertes über die nächtlichen Jäger erzählen, bevor die Gruppe in der Dämmerung den Weg zum Prinzes-sinenweiher zurücklegte. Ausgerüstet mit Taschenlampen und Bat-Detektoren, welche die Ultraschall-Rufe der Fledermäuse für das menschliche Ohr hörbar machen, ging es auf Exkursion. Pausenlos knatterte der Bat-Detektor und im abendlichen Zwielicht konnten die jagenden Fledermäuse gut beobachtet werden, so die Mitteilung des LBV.

Erstaunliche viele unterschiedliche Arten waren an diesem lauen Sommerabend unterwegs: Der Große Abendsegler strich hoch am Himmel über die Köpfe der Teilnehmer, am Weiher jagten Wasserfledermäuse und am Waldrand gab es die kleinste Art, die Zwergfledermaus zu sehen. Auch die größte heimische Fledermaus, das Große Mausohr, stellte sich ein. Möglicherweise waren im Laufe der Exkursion auch Mopsfledermäuse und Bartfledermäuse kurz zu hören.

Schlossparkführer Heinz Zippelius wusste so manche Geschichte über die Parkanlage zu erzählen.

Christian Söder vom LBV wertet seine fünfte Batnight, die er dieses Jahr im Raum Kitzingen angeboten hat, als „tollen Erfolg“, denn mit so vielen Besuchern hätte er nicht gerechnet. „Offensichtlich wurde durch die vorangegangene Fledermausausstellung im Kitzinger Rathaussaal dass Interesse an den nächtlichen Flattertieren geweckt“, ist er sich sicher.

Im Spätsommer, etwa ab Ende August, suchen die meisten europäischen Fledermausarten nach geeigneten Winterquartieren, die ihnen für die kalten Monate ausreichend Schutz bieten. Daher kann man die Tiere an bestimmten Stellen besonders gut beobachten, so die LBV-Experten.

Zu einer nächsten Batnight im Landkreis lädt der LBV am Freitag, 29. August, um 20 Uhr nach Hellmitzheim ein. Dort sollen die Zusammenhänge von Fledermäusen und Streuobstwiesen im Mittelpunkt stehen.

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