Wiesentheid

Besuch aus Indien - wo der Pfeffer und die Kirche wächst

„1845 kamen die ersten deutschen Missionare zu meinem Volk. Aber ihr Dienst war ermüdend und frustrierend. In fünf langen Jahren gab es keinen, der sich für ihr Evangelium interessierte.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Gottesdienst in der Gnadenkirche in Wiesentheid wurde von Pastor Jhakmak Neeraj Ekka, Pfarrer Martin Fromm und dem Vorsitzenden der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis, Prädikant Andreas Späth, gemeinsam zelebriert. Foto: Kirchengemeinde

„1845 kamen die ersten deutschen Missionare zu meinem Volk. Aber ihr Dienst war ermüdend und frustrierend. In fünf langen Jahren gab es keinen, der sich für ihr Evangelium interessierte. Die Missionare baten deshalb darum, heimkehren zu dürfen. Aber die Erlaubnis dazu wurde ihnen verweigert. Eines Tages erschienen vier Männer bei ihnen. Sie waren offen für den christlichen Glauben, aber sie hatten eine Forderung, sie wollten Jesus sehen. Die Missionare unterwiesen sie im Evangelium, sie predigten, aber das war den Männern nicht genug.  Die Missionare luden sie ein, wenigstens noch einmal gemeinsam zu beten – und da geschah es. Nach dem Gebet waren die Männer begeistert. Sie alle hatten eine Vision von Jesus gehabt. Von diesem Tag an breitete sich das Evangelium bei uns aus“, das berichtete Pastor Jhakmak Neeraj Ekka in seiner Predigt in der evangelisch-lutherischen Gnadenkirche in Wiesentheid.

Pfarrer Martin Fromm hatte Pastor Ekka in seine Gemeinde eingeladen. Ekka besucht in Deutschland die Zentrale der Goßnermission, deren Missionare die Jesus-Botschaft zu seinen indischen Vorfahren gebracht haben. Benannt ist das Werk nach seinem Gründer Johannes Evangelista Goßner (1773-1858). Ekka, der zwischen den USA und Indien pendelt, hat gemeinsam mit seiner Frau in Indien ein theologisches Seminar aufgebaut, eine Arbeit mit verwaisten und misshandelten Kindern gestartet und plant für die Zukunft, eine diakonische Hilfe für Alkoholabhängige einzurichten. Intensiv entfalten sich Leben und Glauben in seiner Kirche, heißt es in der Mitteilung weiter, die schon seit 100 Jahren von Deutschland unabhängig ist.

Den gut besuchten Gottesdienst, den der Posaunenchor Rüdenhausen musikalisch gestaltete, wurde von Pastor Ekka, Pfarrer Martin Fromm und dem Vorsitzenden der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis, Prädikant Andreas Späth, gemeinsam zelebriert. 

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren