SEGNITZ

Bestattungskultur auf dem Zeitstrahl

Eine hohe Ehrung wurde am Samstag dem Segnitzer Museum Segeum zuteil. Anlässlich der Jahrestagung des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege im mittelfränkischen Triesdorf nahm der Segnitzer Bürgermeister Rudolf Löhr eine Staatsurkunde und eine Bronzeplakette entgegen.
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Hohe Ehrung für das Museum Segeum in Segnitz: Bei der Jahrestagung des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege durfte Bürgermeister Rudolf Löhr für das Museumsfilmprojekt eine Staatsurkunde und eine Bronzeplakette entgegen nehmen. Von links Verbandspräsident Wolfram Vaitl, Vorsitzender des Kreisverbandes Kitzingen Karl Wolf, Staatsministerin Ulrike Scharf, der Segnitzer Bürgermeister Rudolf Löhr, Bezirksvorsitzender des unterfränkischen Verbandes für Obst- und Gartenbau Otto Hünnerkopf. Foto: Foto: Norbert Bischoff

Eine hohe Ehrung wurde am Samstag dem Segnitzer Museum Segeum zuteil. Anlässlich der Jahrestagung des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege im mittelfränkischen Triesdorf nahm der Segnitzer Bürgermeister Rudolf Löhr eine Staatsurkunde und eine Bronzeplakette entgegen.

Prämiert wurde im bayernweiten Wettbewerb „Unser Friedhof – Ort der Würde, Kultur und Natur“ der Museumsfilm „Auf dem Weg ins Jenseits – Bestattungssitten von der Jungsteinzeit bis ins Frühe Mittelalter“. Die Ehrung nahmen die Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz Ulrike Scharf und der Präsident des Bayerischen Landesverbandes Wolfram Vaitl vor. Der Gartenbaupräsident stellte dabei den Film, der vom Kreisfachverband Kitzingen vorgeschlagen wurde, neben den preisgekrönten Friedhöfen aus ganz Bayern als etwas Einmaliges heraus.

Mehr als nur eine Ausstellung

Der Film entstand im Jahr 2013 zusammen mit der Erweiterung und Neukonzeption des Museums in der alten Schule in Segnitz. Das Museumskonzept, das von Margarete Klein-Pfeuffer ausgearbeitet worden ist, sah nicht nur eine reine Ausstellung der Funde aus den Gräberfeldern Kleiner Anger und Merowingerstraße vor, sondern es sollten die verschiedenen Bestattungssitten aus über 4000 Jahren anschaulich in Form von Grabinszenierungen und mit einem einführenden Film präsentiert werden. Das Drehbuch verfasste Klein-Pfeuffer zusammen mit den Pfarrern Matthias Wagner und Richard Tröge, die auch ihre Texte und die Filmmusik beisteuerten und darüber hinaus als Schauspieler mitwirkten.

Wilhelm Lauck und Norbert Bischoff sorgten neben ihren Filmrollen für die erforderlichen Requisiten. Als weitere Schauspieler traten Helen Gernet als Mädchen aus der Bronzezeit, Markus Hermann als Fährmann und das Pferd Robby von Nicole Volkamer für den Glockenbecherreiter auf. Die Filmaufnahmen und den Bildschnitt übernahm das Studio Feser aus Büchold.

Der Film zeigt in etwa 30 Minuten anhand eines Zeitstrahls rücklaufend von der Neuzeit bis ins Frühe Mittelalter Bestattungskultur vom Friedwald bis zu den Hockergräbern. Er kann während der Öffnungszeiten des Segeums jeweils von Januar bis November an Sonntagen von 14 bis 17 Uhr in der alten Schule an der Sulzfelder Straße in Segnitz angesehen werden.

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