Marktsteft

Bessere Luft im Kindergarten-Container

Gleich zwei Stadtratssitzungen im Ferienmonat August in Marktsteft: Das rief bei der ersten dieser Sitzungen am Montagabend den Widerspruch von Ratsmitglied Dirk Albrecht hervor, der vom "heiligen August" sprach, in dem Sitzungen bislang tabu waren. Allerdings, so der Konter nicht nur von Bürgermister Thomas Reichert, stehen brisante Themen an und die sollten nicht verschoben werden.
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In nichtöffentlicher Sitzung am kommenden Montag diskutierten die Marktstefter Räte über Erweiterungsmöglichkeiten der Kindergartenmodule. Foto: Robert Haaß

Gleich zwei Stadtratssitzungen im Ferienmonat August in Marktsteft: Das rief bei der ersten dieser Sitzungen am Montagabend den Widerspruch von Ratsmitglied Dirk Albrecht hervor, der vom "heiligen August" sprach, in dem Sitzungen bislang tabu waren. Allerdings, so der Konter nicht nur von Bürgermister Thomas Reichert, stehen brisante Themen an und die sollten nicht verschoben werden.

Etwa der Kindergarten, zuletzt in der Bürgerversammlung Hauptthema. Hier sollte eigentlich eine Stellungnahme des Kindergartenteams behandelt werden. Da dies aber erst am kommenden Montag erfolgen kann, wurde der Punkt verschoben - dann in nichtöffentlicher Sitzung und mit Teilnahme der Kindergartenleiterin. Reichert hatte zum Thema Kindergarten-Container neue Informationen dabei: Zum einen wurde die Luftqualität in den Räumen geprüft und die Lüftungsanlage gesäubert und gewartet. Zum anderen bahnt sich eine Erweiterungslösung für die Module an.

Allen Räten ist klar: In Sachen Buswartehäuschen im Bereich der Marktbreiter Straße muss etwas getan werden. Angebote für eine Unterstellmöglichkeit lagen am Montag vor - die kann aber aus Platzgründen nur auf der stadtauswärts gesehen rechten Seite aufgestellt werden. Da das Gros der Kinder aber in die andere Richtung fahren möchte, sehen die Räte ein erhebliches Gefahrenpotenzial beim Queren der Straße, wenn der Bus ankommt. Jetzt soll mit Anliegern auf der "richtigen" Seite verhandelt werden, ob nicht auch dort eine Wartehäuschen errichtet werden kann.

Das Angebot des Energieversorgers für die Beleuchtung des neuen Gewerbegebietes Marktbreiter Straße liegt vor: Für die 13 Leuchten muss die Stadt einschließlich der Montage 33 400 Euro bezahlen. Deutlich teurer kommt die Erschließung des Gebietes. Der günstigste Bieter im Verfahren, die Firma Pfeuffer aus Reichenberg verlangt pauschal 1,3 Millionen Euro und liegt damit genau im Bereich der Kostenschätzung. Der Bau soll noch im Oktober beginnen und bis Sommer 2020 abgeschlossen sein. Da die Stadt nun doch alle Grundstücke für das Gewerbegebiet kaufen konnte, wurde das Umlegungsverfahren eingestellt.

Wohl noch nie seit Inbetriebnahme wurden die drei Klärbecken der Kläranlage entschlammt. Das ist Ende 2018 erstmals erfolgt. Die Kosten dafür und für die Entsorgung des Schlamms, der zur Stollenverfüllung in Sachsen genutzt wurde, belaufen sich auf gut 550 000 Euro - immerhin rund 100 000 weniger, als kalkuliert.

Die St. Michael-Straße in Marktsteft fällt unter die Härtefallregelung, die von der bayerischen Staatsregierung nach Abschaffung der Straßenausbaubeiträge aufgelegt wurde. Unter bestimmten Voraussetzungen können Beitragszahler einen Teil ihres Geldes zurück erhalten, wenn sie einen entsprechenden Antrag stellen.

Da die Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Staatsstraße zwischen der KT 23 und der Einmündung Traugraben mehrmals wechselt, wünschte sich ein Antragsteller in der Bürgerversammlung eine Vereinheitlichung auf dem kurzen Wegstück - was vom Landratsamt abgelehnt wurde.

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