RÖDELSEE

Bessere Finanzlage – weniger Blutspender

Die Bereitschaft Rödelsee im Bayerischen Roten Kreuz (BRK) hatte ein Jahresprogramm zu bewältigen, das keine großen Schwankungen aufweist.
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Der Rödelseer BRK-Bereitschaftsleiter Sven Hildebrand (von links) ehrte Michael Bayer, Norbert Bommersheim und Johann Eberhardt für ihren jahrzehntelangen Einsatz. Foto: Foto: Oliver Schmitt

Die Bereitschaft Rödelsee im Bayerischen Roten Kreuz (BRK) hatte ein Jahresprogramm zu bewältigen, das keine großen Schwankungen aufweist. Doch bei den einzelnen Aktivitäten und Rahmenbedingungen ergaben sich im laufenden Jahr Bewegungen, wie wes in einer Pressemitteilung über die Jahreshauptversammlung heißt.

Erfreulich entpuppte sich der vorläufige Finanzbericht von Bereitschaftsleiter Sven Hildebrand. Denn die Stände bei Märkten in Rödelsee warfen unter dem Strich 3200 Euro ab. Weitere Einnahmen für die Absicherung von Veranstaltungen trugen dazu bei, dass die Bereitschaft heuer mit einem vierstelligen Kassenplus abschließen wird. Dadurch werden der Bereitschaft im kommenden Jahr die Anschaffung einer Akku-Absaugpumpe sowie die weitere Renovierung des Bereitschafts-Depots erleichtert. Rückläufig ist derweil die Bilanz bei den gewonnenen Blutspender-Konserven. Waren im vergangenen Jahr noch 219 Blutspender registriert worden, wird die 200er-Marke voraussichtlich heuer klar verfehlt. Wie Hildebrand bilanzierte, hat die Bereitschaft aktuell 40 Mitglieder, davon 23 Aktive sowie zehn Aktive in der Schnelleinsatzgruppe Transport.

Hildebrand und Kreisbereitschaftsleiter Karsten Droll ehrten mit Johann Eberhardt, Norbert Bommersheim (beide 50 Jahre Mitgliedschaft) und Michael Bayer (30 Jahre) drei verdiente Mitglieder. Johann Eberhart übernahm frühzeitig Führungsaufgaben und war zwölf Jahre Bereitschaftsleiter. Sein Steckenpferd war auch das Jugend-Rot-Kreuz, heute kümmert er sich noch um das Depot und die Märkte. Norbert Bommersheim war und ist der Mann für alle technischen Fragen und kümmerte er sich jahrzehntelang um die Fahrzeuge und Gerätschaften der Sanitätskolonne Rödelsee. Michael Bayer war er einer der letzten Rettungsdiensthelfer, die ehrenamtlich am Standort Wiesentheid im Rettungsdienst für die Bereitschaft Schichten übernahmen. Sein Schwerpunkt liegt in der Ausbildung.

In seinem Jahresbericht ging Sven Hildebrand auf die Ausbildung der Schnelleinsatzgruppe Fahrzeug und Materialkunde, das Frühdefibrillator-Wiederholungstrainings und einen Arztvortrag zum Thema Kopfverletzungen ein. Dazu kam eine Gemeinschaftsübung mit der Fehrer-Werksfeuerwehr und der Rettungshundestaffel, Renovierungsarbeiten am Depot und die Teilnahme an der Gedenkfeier zum Volkstrauertag. Die Bereitschaft un-terstützte Sanitätsdienst in anderen Bereitschaften und sicherte Veranstaltrungen in Rödelsee, auf dem Schwanberg sowie in Iphofen und Geiselwind ab.

Zusammen mit Dienstabenden, den Blutspendetermine, Rettungsdienste, Mittelbeschaffung, Aus- und Fortbildung und sonstigen Einsätzen leiteten die Bereitschaftsmitglieder 1738 Stun- den.

Droll würdigte die Rödelseer für ihre Präsenz bei Sanitätsdiensten auf Kreisebene. Er ging auch auf die Probleme wie fehlende Übungsmöglichkeiten für Bereitschaften im Katastrophenschutz beim Digitalfunk ein. Auch seien die Fahrzeuge des Bundes nur bedingt als Unterstützung des Rettungsdienstes geeignet, was die Glatteiswelle Ende Januar gezeigt habe. Auch müssten sich die Katastrophenschutzeinheiten damit auseinandersetzen, dass sich geänderte Gefahrenpotenziale durch Anschläge auf die Besatzung auswirken können. Hierfür wird es in diesem Jahre einen Einführungskurs für das Rebel-Set geben, was auf jedem Bundes-Fahrzeug vorgehalten wird.

„Ihr seid zur Stelle, wenn es im und um den Ort herum, darum geht Menschen aus eine misslichen, bedrohlichen Situation zu helfen und unverzichtbar bei unsere viele Feste“, lobte Bürgermeister Burkhard Klein die Bereitschaft. Er ging darauf ein, dass die Gemeinde auch die Bereitschaft unterstützt, wenn es darum gehe Einsatzausrüstung und -kleidung auszutauschen. Die Bereitschaft sollte sich nicht scheuen, einen Zuschussantrag zu stellen.

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