WIESENTHEID

Beschwerde wegen Marktes bei der Regierung

Der umstrittene Parkplatz am Edeka-Markt in Wiesentheid war Thema einer Sondersitzung des Gemeinderats. Dabei teilte Bürgermeister Werner Knaier mit, dass die klagende Familie sich nun an die Regierung von Unterfranken gewandt habe. Dieser liege eine Aufsichtsbeschwerde gegen das Landratsamt vor, weil die Maße des Supermarktes nicht der Baugenehmigung entsprächen.
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Dringend benötigt, aber nach wie vor umstritten: Eine als Parkplatz gedachte Fläche direkt neben dem Edeka-Markt in Wiesentheid darf wegen einer Klage eines Anwohners immer noch nicht genutzt werden. Foto: Foto: Andreas Stöckinger

Der umstrittene Parkplatz am Edeka-Markt in Wiesentheid war Thema einer Sondersitzung des Gemeinderats. Dabei teilte Bürgermeister Werner Knaier mit, dass die klagende Familie sich nun an die Regierung von Unterfranken gewandt habe. Dieser liege eine Aufsichtsbeschwerde gegen das Landratsamt vor, weil die Maße des Supermarktes nicht der Baugenehmigung entsprächen.

Wie berichtet, schwelt der Streit um die Fläche am Siedlungsgebiet Seeflur bereits seit einigen Jahren. Dort will die Gemeinde und der Inhaber des Lebensmittelmarktes eine zusätzliche Parkfläche für Kunden schaffen, womit die Anwohner nicht einverstanden sind. Die Gemeinde ließ Bebauungspläne aufstellen und ändern, wogegen die Anwohner Einspruch vor Gericht einlegten. Die Angelegenheit ging bis vor den Verwaltungsgerichtshof, von dort steht ein endgültiges Urteil noch aus. Auch Versuche zur Vermittlung schlugen bislang fehl.

Zu der kürzlich erfolgten erweiterten öffentlichen Auslegung hatte der Anwalt der klagenden Partei keine Stellungnahme abgegeben, weil sich keine neuen Aspekte ergeben hätten. Dafür hatte die Familie kurz vor Ablauf der Auslegungsfrist ein mehrseitiges Schreiben an die Gemeindeverwaltung Wiesentheid geschickt, in dem einige Punkte angeprangert wurde. So wurde moniert, dass die überbaute Fläche des Marktes nicht dem Bebauungsplan entspreche.

Bürgermeister Knaier ging in der Sondersitzung nur auf einige Punkte ein. Im aktuellen Verfahren sei lediglich die als Parkplatz ausgewiesene Fläche Gegenstand der Beratung, nicht der Supermarkt selbst. Er betonte mehrfach, die Gemeinde habe nur über den Bebauungsplan für den Parkplatz zu befinden. Alle angeschriebenen Träger öffentlicher Belange hätten laut Bürgermeister Knaier ihre Zustimmung zum Bebauungsplan signalisiert. Es gelte nun abzuwarten, was das Verfahren beim Landratsamt und der Regierung bringen werde. In „zwei bis drei Monaten“ rechne er mit einer Entscheidung. Dann werde wohl auch das noch ausstehende Urteil des Verwaltungsgerichts vorliegen.

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