EBRACH

Beim Baumwipfelpfad tut sich was

„Wir arbeiten mit Hochdruck an dem Projekt und sind inzwischen sehr damit zufrieden, wie es läuft“, so die Aussage von Philipp Bahnmüller aus der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten in Regensburg zum aktuellen Stand in Sachen Baumwipfelpfad Steigerwald am Radstein bei Ebrach.
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Rodung am Radstein: Über den Winter wurde bereits die Fläche am Waldeingang abgeholzt, auf der das künftige Gastronomie- und Verwaltungsgebäude entlang des Weges zum Baumwipfelpfad auf der Anhöhe zwischen Ebrach und Breitbach entsteht. Foto: Foto: Norbert Vollmann
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„Wir arbeiten mit Hochdruck an dem Projekt und sind inzwischen sehr damit zufrieden, wie es läuft“, so die Aussage von Philipp Bahnmüller aus der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten in Regensburg zum aktuellen Stand in Sachen Baumwipfelpfad Steigerwald am Radstein bei Ebrach.

Nach dem Ausstieg des privaten Investors sind bekanntlich die Staatsforsten eingesprungen, um für sechs Millionen Euro das zweite „Leuchtturmprojekt“ des Freistaats im Steigerwald neben dem Zentrum für nachhaltige Forstwirtschaft in Handthal selbst zu errichten und zu betreiben. Hierzu wurde mit Miriam Langenbucher inzwischen eine eigene Baumwipfelpfad-Leiterin und -managerin eingestellt.

Gute Fortschritte haben bereits die Maßnahmen zur Schaffung der nötigen Verkehrsinfrastruktur gemacht. Auch wenn sie bislang noch im Niemandsland in Gestalt der angrenzenden, derzeit landwirtschaftlich genutzten Flächen endet, so konnte zum Jahresende die mit knapp 390 000 Euro veranschlagte Linksabbiegespur an der Bundesstraße 22 für den am Waldrand entstehenden künftigen „Waldwanderparkplatz Radstein“ noch fertiggestellt werden.

Der Auftrag zum Bau des Großparkplatzes inklusive einer Bushaltestelle an der Bundesstraße für den Öffentlichen Personennahverkehr durch die Bayerischen Staatsforsten ist bereits vergeben. Die Baufirma wird im Frühjahr beginnen und will bis zum Sommer fertig sein. Der erweiterbare Großparkplatz sieht für den Anfang 350 Pkw-Stellplätze und zehn Parkplätze für Busse vor.

Trasse im Wald abgesteckt

Was den eigentlichen Baumwipfelpfad anbelangt, so ist in den vergangenen Wochen bereits die Fläche am Waldeingang für das künftige Gastronomie- und Verwaltungsgebäude gerodet und die Trasse des Baumwipfelpfades selbst im Wald mit Pfosten abgesteckt worden. Um nicht wieder ganz bei Null anfangen zu müssen, hatten die Staatsforsten offiziell die von Architekten Josef Stöger (Schönberg) für den ursprünglich vorgesehenen Investor aus Bad Kötzting gefertigten Pläne erworben und übernommen.

Vor allem aus juristischer Sicht gestaltete es sich allerdings schwieriger als zunächst angenommen, die Ausschreibung vom bisherigen privaten Bauherrn auf die Bayerischen Staatsforsten als neuem Auftraggeber zu übertragen. Oder wie es Philipp Bahnmüller von den Bayerischen Staatsforsten in Regensburg ausdrückt „Das Problem für uns war, dass ein privat geplantes Objekt in die öffentlich-rechtliche Form gegossen werden musste.“

Ausschreibung ist erfolgt

Am 12. Dezember ist inzwischen die Ausschreibung der Arbeiten zum „Neubau eines Baumwipfelpfades mit Aussichtsturm“ zum Zweck der „Darstellung der nachhaltigen Forstwirtschaft“ im Bayerischen Staatsanzeiger erfolgt. Die Bauzeit ist laut Ausschreibung relativ weit gesteckt. Beginn soll demnach in der zwölften Kalenderwoche und damit Mitte März sein, die Fertigstellung spätestens in der 52. Kalenderwoche. Das wäre die Weihnachtswoche.

Der insgesamt rund 1150 Meter lange Baumwipfelpfad soll der Ausschreibung im Staatsanzeiger zufolge zum einen aus einem 510 Meter langen Pfad bestehen, der ebenerdig beginnt und eine Höhe von maximal 24 Meter erreicht, sowie zum anderen aus einer 640 Meter langen Stecke, die als Rampe entlang der Außenseite des Aussichtsturmes nach oben verläuft.

Das Bauwerk ist als reine Holzkonstruktion ausgeschrieben. Die Gründung soll über Stahlbetonfundamente erfolgen. Weiter heißt es: „Die gesamte Baumaßnahme muss unter Beibehaltung des vorhandenen, unversehrten Baumbestandes erfolgen und soll an einen Unternehmer zu einem Festpreis vergeben werden.“ Wann dies genau der Fall sein wird, vermag man bei den Staatsforsten derzeit noch nicht zu sagen. Der Zeitpunkt der Vergabe hänge von den eingegangenen Angeboten und hier vor allem von deren Qualität und den Referenzen der Anbieter ab, so Philipp Bahnmüller.

Noch nicht auf den Weg gebracht ist die Ausschreibung der Arbeiten zum Bau des Gastronomie- und Verwaltungsgebäudes. Hierzu werden gerade die Unterlagen in Regensburg zusammengestellt, um die Ausschreibung innerhalb der nächsten drei bis vier Wochen vorzunehmen.

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