Dettelbach

Bei der „Nächsten Leerung“: Wasserschwall

Stadtrat Dettelbach entscheidet sich für einen Brunnen des Würzburger Künstlers Matthias Braun auf dem Postplatz
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Wasser statt Briefe: "Nächste Leerung" heißt das Brunnen-Modell des Würzburger Künstlers Matthias Braun, das auf dem Postplatz in Dettelbach aufgestellt wird. Foto: Walter Sauter

"Nächste Leerung" so heißt es bald am Postplatz in Dettelbach. Und das im 15-Minuten-Takt. Doch entleert wird dabei nicht ein gelber, sondern ein historischer Briefkasten. Und was dann für ein bis zwei Minuten herauskommt, sind keine Briefe, sondern – für manchen Betrachter sicher überraschend - ein Schwall Wasser. Ausgedacht hat sich das Ganze der Würzburger Künstler Matthias Braun, der bei der Sitzung des Stadtrats am Montag sein Projekt vorstellte.

"Ziel ist es, auf dem Postplatz eine hohe Aufenthaltsqualität zu schaffen", erläuterte Braun sein Vorhaben. Neben dem historischen Briefkasten-Brunnen werden dort auch eine Bank und eine Laterne aufgestellt. "Der Briefkasten entleert sich selbst", erklärte der Künstler seine originelle Idee. Auf dem Briefkasten soll zudem ein Schild im Post-Stil angebracht werden mit der Aufschrift "Entleerung alle 15 Minuten".

Mit seinem Modell hatte Braun den Kunstwettbewerb gewonnen, den die Stadt Dettelbach für die Gestaltung des namenlosen Platzes vor dem ehemaligen Postamt ausgelobt hatte. Insgesamt acht unterfränkische Künstler*innen hatten sich mit ihren Vorschlägen einer siebenköpfigen Jury gestellt, die sich nach eingehender Beratung und Besichtigung der Modelle einstimmig für den Brunnen von Matthias Braun entschieden hatte. Dem folgte ebenso einstimmig auch der Stadtrat Dettelbach.

Ebenfalls einen Beitrag zur Verschönerung der Dettelbacher Altstadt soll die Gestaltungssatzung leisten, die schon mehrfach im Stadtrat beraten wurde. Diesmal ging es darum, die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange zu bewerten. Im Schnelldurchgang ließ Bürgermeisterin Christine Konrad über die Anmerkungen der Regierung von Unterfranken, des Landesamtes für Denkmalschutz oder des Landratsamts Kitzingen abstimmen. In gut 15 Minuten verlas sie die knapp drei Seiten mit den verschiedenen Stellungnahmen. Und rund 30 Mal hieß es für die Stadträt*innen: Die grüne Karte heben. Sämtliche Stellungnahmen wurden vom Gremium einstimmig durchgewinkt.

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