KITZINGEN

Bei Fehrer: Übernahme ist perfekt

Die Übernahme des Automobilzulieferers Fehrer durch die AUNDE-Gruppe ist abgeschlossen. Nach der Genehmigung der Kartellbehörden wurden die Gesellschafteranteile am Dienstag übertragen. Damit sei die AUNDE-Gruppe mit Hauptsitz in Mönchengladbach ab sofort Alleingesellschafterin des Unternehmens mit seinen weltweit rund 4000 Beschäftigten.
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Fehrer in der Schieflage: Wegen drohender Umsatzeinbußen plant der Kitzinger Automobilzulieferer Produktionsverlagerungen ins Ausland und deutliche Personaleinsparungen. Foto: Foto: Harald Meyer

Die Übernahme des Automobilzulieferers Fehrer durch die AUNDE-Gruppe ist abgeschlossen. Nach der Genehmigung der Kartellbehörden wurden die Gesellschafteranteile am Dienstag übertragen. Damit sei die AUNDE-Gruppe mit Hauptsitz in Mönchengladbach ab sofort Alleingesellschafterin des Unternehmens mit seinen weltweit rund 4000 Beschäftigten.

Mit dem Besitzerwechsel ist laut Presseschreiben auch die finanzielle Sanierung von Fehrer abgeschlossen. Im Verbund mit AUNDE sei das einstige Kitzinger Familienunternehmen „finanziell auf lange Sicht wieder gut aufgestellt“, betonte Tom Graf, Vorsitzender der Fehrer-Geschäftsführung. Unter dem neuen Firmendach könne das Unternehmen den vor gut zwei Jahren „eingeschlagenen Wachstumskurs fortsetzen“ und die Position auf den internationalen Märkten „weiter festigen und verbessern“.

Die Übernahme folgt strategischen Überlegungen. Die AUNDE-Gruppe gehört nach eigener Darstellung zu den „Weltmarktführern“ für Automobiltextil, Sitzbezügen aus Textil und Leder, Sitzsystemen und Technischen Federn. Mit Fehrer als Spezialisten für Sitzschaum- und Fahrzeuginterieur erweitert die Gruppe ihr Produkt-Angebot. Ziel sei der Ausbau der führenden Position im Markt, so die Pressemitteilung.

„Fehrer ergänzt unser Portfolio optimal und hat gleichzeitig ganz neue Entwicklungschancen in unserem weltweit aufgestellten Unternehmensverbund“, sagte Rolf Königs, Geschäftsführer der in Familienbesitz stehenden AUNDE-Gruppe, die in 26 Ländern rund 14 000 Mitarbeiter beschäftigt. Die übernimmt sämtliche Standorte inklusive aller rund 4000 Mitarbeiter von Fehrer weltweit. Das – zumindest bislang – besonders Positive für die zuletzt arg gebeutelten Beschäftigten: Ein Stellenabbau, der in den vergangenen Jahren den Abwärtstrend des Unternehmens begleitet hatte, „ist nicht geplant“, wie es bei der ersten Übernahmemeldung hieß.

Die Übernahme markiert das Ende der Restrukturierung der Fehrer-Gruppe. Das Unternehmen hatte ab dem Jahr 2012 unter Leitung der neuen Geschäftsführer Tom Graf und Gerhard Ruf den Umbau angepackt. Ergebnis im Jahr 2013 war ein positives operatives Ergebnis – mit dem Verzicht auf weitere Entlassungen. Den Neuanfang ohne Schulden – laut Pressetext – ermöglichte jetzt AUNDE durch die Übernahme.

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