SCHWARZACH

Baustillstand an der Brücke

Die Fußgängerbrücke in Münsterschwarzach bereitet der Gemeinde neue Sorgen. Seit 17. September wird dort nicht mehr gearbeitet.
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Die Arbeiten an der Fußgängerbrücke in Münsterschwarzach sind derzeit ins Stocken geraten.

Die Fußgängerbrücke in Münsterschwarzach bereitet der Gemeinde neue Sorgen. Wie Bürgermeister Volker Schmitt in der Sitzung des Gemeinderates mitteilte, herrscht nämlich auf der Baustelle derzeit Stillstand. Die Baufirma, die dort bereits große Teile der Arbeiten zur Erneuerung erledigte, hat seit 17. September ihre Arbeit dort eingestellt.

Sehr zum Unmut der Gemeinde, die anfangs nicht auf die Nachfragen der Kommune reagiert habe. Danach habe es geheißen, der Baustopp sei wegen Liefer-Engpässen. Die Gemeinde sei später „von Woche zu Woche vertröstet“ worden, so der Bürgermeister. Deswegen habe man nun laut Schmitt bereits eine Forderung nach Schadensersatz angedroht.

Als Antwort teilte die Firma nun mit, dass bis Ende der Woche wieder ein Bautrupp geschickt werde, um weiter zu arbeiten. Insgesamt befürchtet Bürgermeister Schmitt Schwierigkeiten, sollten die Arbeiten an der Brücke nicht rechtzeitig vor dem Winter fertig werden. An dem Bauwerk müssen nämlich auch die Leitungen zur Gasversorgung verlegt werden, an die einige Anwesen im Ort angeschlossen seien. Derzeit habe man eine geringer dimensionierte Leitung dort laufen, die noch ausreiche. Werde es aber kälter und der Bedarf nach Energie steige, könnte es Probleme geben.

Bereits seit einigen Monaten wird an der Erneuerung der an die Straße angehängten Fußgängerbrücke gearbeitet. Dazu musste die Ortsdurchfahrt in Münsterschwarzach für Autos, und auch seit längerem für Fußgänger und Radfahrer, gesperrt werden. Weiträumige Umleitungen sind seitdem eingerichtet. Wie lange noch, lässt sich schwer sagen.

Nötig waren die Arbeiten längst. Zunächst wurde das alte Bauwerk abgerissen, weil der Beton in den Pfeilern laut Gutachtern angegriffen, und damit schadhaft war. Eine Sanierung des gesamten Bauwerks wäre der Kommune nur unwesentlich billiger gekommen, deswegen entschloss sich der Gemeinderat zu einem Neubau. Die neue, dreiteilige Brücke wurde im Vorfeld auf Kosten von 446 000 Euro berechnet.



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