EBERSBRUNN

Baustellen in und um Ebersbrunn

Als Auftakt der Bürgerversammlungen hatte Geiselwinds Bürgermeister Ernst Nickel den Gemeindeteil Ebersbrunn gewählt. Das beschauliche, ruhige 99 Einwohner zählende Dorf ist derzeit geprägt von einer Baustelle, weil die Kreisstraße nach Schönaich erneuert wird. Wie das Ortsoberhaupt mitteilte, ist das erst der Anfang einer Reihe von Bauarbeiten, die in nächster Zeit um den Ort herum anstehen.
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MartinMahr

Als Auftakt der Bürgerversammlungen hatte Geiselwinds Bürgermeister Ernst Nickel den Gemeindeteil Ebersbrunn gewählt. Das beschauliche, ruhige 99 Einwohner zählende Dorf ist derzeit geprägt von einer Baustelle, weil die Kreisstraße nach Schönaich erneuert wird. Wie das Ortsoberhaupt mitteilte, ist das erst der Anfang einer Reihe von Bauarbeiten, die in nächster Zeit um den Ort herum anstehen.

In der Versammlung wählten die Ebersbrunner ihren Ortssprecher. Die Wahl fiel einstimmig auf den bisherigen, Martin Mahr. Er wird auch künftig die Belange des Gemeindeteils im Gemeinderat vertreten.

Der Start der Arbeiten zur Sanierung der Straße erfolgte in Ebersbrunn, wo momentan die Steigung komplett gesperrt ist. Bis zur Kirchweih im Ortsteil am Wochenende 21. und 22. Juni soll zumindest dieser Teil fertig sein. „Das wird sehr knapp“, sagte Nickel. Wie weit die Arbeiten dann in Richtung Schönaich weiter geführt werden, darüber bekam Nickel noch keine Auskünfte vom Landkreis. Bis Ende September rechne man mit der Fertigstellung der kompletten Trasse, hieß es.

Die Umleitung im abgelegenen Ort verläuft auf schmalen, kurvigen Ortsstraßen, was laut Schilderung einiger Ortsbewohner nicht ungefährlich ist. Eine Beschränkung der Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer besteht bereits, weitere Warnschilder wegen der Kurven aufzustellen, sei schwierig, meinte Nickel. Die Umleitungsstrecke entlang des Gemeindehauses weist einige Schlaglöcher auf, die nicht nur Wilhelm Mahr gerne ausgebessert sähe.

Wie Nickel informierte, soll ab Ende Juni die Reparatur der Kreisstraße von Ebersbrunn aus nach Kleinbirkach beginnen. Geplant ist, von Ebersbrunn aus zu beginnen, danach ist die Strecke von Kleinbirkach nach Füttersee an der Reihe.

Als drittes größeres Straßenbauprojekt steht außerdem die komplette Erneuerung der Kreisstraße von Gräfenneuses in Richtung Geesdorf an, die ebenso in den nächsten Monaten erfolgen soll. Der erste Bauabschnitt betrifft die Strecke von Gräfenneuses bis zum Weiler Rüdern, wozu eine Vollsperrung während der Bauzeit vorgesehen ist. „Wie kommen wir dann nach Wiesentheid?“, fragte einer der Bürger. Das sei dann über Rehweiler und Abtswind oder die Autobahn möglich, antwortete Nickel. Bei einer Sperrung der Autobahn sei als Umleitung die Strecke über Geiselwind, Füttersee, Großbirkach bis zur Bundesstraße 22 in Ebrach vorgesehen.

Gute Nachrichten hatte der Bürgermeister beim Thema schnelleres Internet für Ebersbrunn. Während die Bürger im Ort weiterhin auf Handy-Empfang wegen der Lage nahezu verzichten müssen, sieht es beim Internet besser aus. Erst kürzlich wurde bekannt, dass vor rund 20 Jahren ein Hauptkabel von der Autobahn aus durch den Wald in Richtung Ebrach und Eltmann verlegt worden ist, das an Ebersbrunn vorbei führt. Das Kabel ist aus Glasfaser, eine Abzweigung müsste, so der Bürgermeister, möglich sein. Beim Thema Handy-Empfang glaubte das Ortsoberhaupt nicht, dass hier eine schnelle Lösung möglich sein werde.

Zudem interessierte die Bürger der Stand zum Thema Nationalpark Steigerwald. Der nördliche Steigerwald stehe hier zur Debatte, erst im Falle einer Erweiterung seien die Flächen um Geiselwind mit betroffen, so Nickel. Er sei nach wie vor gegen einen Nationalpark, das sei eine „Enteignung von privaten Waldbesitzern und Kommunen“.

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