HAAG

Baustellen in der Diskussion

Zwar sind die meisten Löcher wieder zu auf den Straßen im Geiselwinder Ortsteil Haag. Die Baustellen, die wegen der Verlegung von Kanal und Wasser seit einigen Monaten dort sind, beschäftigte die Bürger bei der Bürgerversammlung jedoch nach wie vor. Immerhin über 30 Einwohner des 106 Menschen zählenden Dorfes hörten sich die Ausführungen von Bürgermeister Ernst Nickel an, sie diskutierten und stellten einige Fragen. Im Mittelpunkt dabei stand die Baustelle.
Artikel drucken Artikel einbetten

Zwar sind die meisten Löcher wieder zu auf den Straßen im Geiselwinder Ortsteil Haag. Die Baustellen, die wegen der Verlegung von Kanal und Wasser seit einigen Monaten dort sind, beschäftigte die Bürger bei der Bürgerversammlung jedoch nach wie vor. Immerhin über 30 Einwohner des 106 Menschen zählenden Dorfes hörten sich die Ausführungen von Bürgermeister Ernst Nickel an, sie diskutierten und stellten einige Fragen. Im Mittelpunkt dabei stand die Baustelle.

Wer muss zahlen?

Insgesamt über eine Million Euro investiert die Gemeinde zur Sanierung der Wasserleitung im hügeligen Ortsteil. In dessen Zug sollen auch die Straßen erneuert werden. Wer das alles bezahlt und wie, das interessierte die Bürger natürlich am meisten. Die Leitungen unter den Straßen sind verlegt, obendrauf sind aber weite Bereiche noch nicht geteert, sondern nur geschottert, was die Anwohner nicht gerade erfreut. Man könne vor lauter Staub kein Fenster aufmachen, monierte ein Bürger. Wenn das noch vier Wochen so bliebe, dann stelle er sein Auto als Sperre in der Straße quer. Bürgermeister Nickel beruhigte und sagte, dass der Bereich der Ringstraße ab Anfang Juli geteert werde.

Ein Problem ist die Strecke der Steigung, die vom Feuerwehrhaus aus in den Ort führt. Dort sei der Zustand der Straße ziemlich schlecht, hatte die Baufirma festgestellt. „Es wird schwierig, sie zu sanieren, Es läuft wohl auf einen Neubau hinaus“, sagte Bürgermeister Nickel voraus. Er kündigte eine Anliegerversammlung für den Herbst an, bei der die verschiedenen Varianten aufgezeigt werden und auch die Kosten vorliegen sollen.

Bei einem Neubau könnte die Gemeinde Zuschüsse erhalten, weil es sich um eine Ortsdurchfahrt handelt, erklärte Nickel. Die Anlieger müssten aber trotzdem mit zur Kasse gebeten werden, das schreibe das Gesetz vor. Wie, das gelte es noch zu besprechen. Die Arbeiten sollen nicht vor Frühjahr 2015 beginnen. Manchem Bürger würde eine Ausbesserung reichen, doch das mache wenig Sinn, meinte das Ortsoberhaupt. Zudem gebe es für eine Sanierung, die keine Verbesserung bringe, kaum Zuwendungen.

Beim Punkt Wasserversorgung ging Bürgermeister Nickel darauf ein, dass die Quelle bei Haag nun nicht mehr für das Trinkwasser der Gemeinde genutzt werden dürfe. Sie soll aber offen bleiben und auch das Wasserschutzgebiet wolle man vorerst belassen. Nickel führte an, dass in den kommenden Jahren einiges beim Punkt Wasser und Kanal auf die Gemeinde zukomme. Es stünden noch weitere Sanierungen an. Zur Finanzierung müsse der Gemeinderat demnächst entscheiden, ob das Geld durch das Anheben der Beiträge für Wasser und Kanal oder über Ergänzungsbeiträge für alle Bürger eingehoben werde.

Raser durch den Ort

Weiter wurde in der Versammlung vom neu gewählten Ortssprecher Danny Klein angesprochen, dass in Haag zu schnell gefahren werde. Vor allem der Durchgangsverkehr von Geiselwind in Richtung Scheinfeld fahre recht flott und halte sich kaum an die Tempo-30-Regelung, die teilweise besteht. Möglichkeiten zur Einengung der Fahrbahn oder das Einbringen von Pflasterstreifen an einigen Stellen sollten laut Klein überprüft werden. Dazu wurde die bessere Ausleuchtung eines Straßenstücks im Bereich des Anwesens Schmidt, wie auch die Verbesserung eines Gehsteigs, gewünscht. Laut Information des Bürgermeisters müssten in beiden Fällen die Anlieger jedoch mitbezahlen.

Bürgermeister Nickel schlug weiter vor, die Gestaltung und Sanierung des Haager Friedhofs im kommenden Jahr anzugehen. Da gebe es einiges zu tun, ein Konzept ist zu erstellen. Zudem bedankte sich Nickel für die gut funktionierende Dorfgemeinschaft und die Arbeiten, die von Bürgern freiwillig zur Verbesserung des Dorfes getan werden.

Kommentare (0)

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.