Possenheim
Gestaltung

Baustelle Possenheim

Im Iphöfer Stadtteil Possenheim wird immer noch gebaut. Der Bauausschuss hat den Auftrag für den Brunnen vergeben und Anträge genehmigt.
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Anfang März wurden in Possenheim die Straßen aufgerissen. Seitdem stehen überall Baken und Hinweisschilder. Die Neugestaltung der Ortsmitte schreitet voran.

Nach einem halben Jahr Bauarbeiten war es in der Sitzung des Bauausschusses Iphofen am Montag nun soweit, dass das Gremium den Auftrag für die Errichtung des Brunnens an der Ecke Schulstraße/Kirchstraße vergeben sollte. Der Brunnen soll zusammen mit dem geplanten neuen Dorfpavillon und dem neu fertig gestellten Feuerwehrhaus einen Platz ergeben, auf dem die Dorfbewohner sich treffen können und gerne zusammenkommen.
2. Bürgermeister Ludwig Weigand (FWG), der die Sitzung leitete, weil 1. Bürgermeister Josef Mend (FWG) noch im Urlaub ist, hatte sich die Beratung sicherlich nicht so schwierig vorgestellt. Denn es ergab sich eine längere Diskussion. Rupert Maier (CSU) wollte nicht nur eine Zeichnung sehen, die die Verwaltung den Sitzungsunterlagen beigefügt hatte, sondern etwas, worunter er sich wirklich etwas vorstellen kann. "Wir möchten mal mehr davon sehen, zum Beispiel ein Modell, sonst können wir darüber nicht beschließen", sagte Mayer und bezog seine Stadtratskollegen gleich in den Wunsch mit ein.

Jürgen Adler, Ortssprecher und Stadtrat aus Possenheim, war aber anderer Meinung. Er wies darauf hin, dass der Brunnen bei der Bürger- und Anliegerversammlung im Frühjahr vorgestellt und positiv angenommen worden sei.
Ludwig Weigand sagte, die Stadträte hätten längst den Gesamtplan mit der gesamten Baumaßnahme beschlossen.

Das war schon im Jahr 2010. Einige Ausschussmitglieder konnten sich nicht mehr genau daran erinnern, vor allem nicht mehr an das Aussehen des Brunnens. Laut Skizze wird er einem überdimensionierten Tortenstück gleichen.

Rupert Maier bestand darauf, dass die Firma, die den Auftrag bekommen soll, bis zur nächsten Stadtratssitzung am kommenden Montag ein Modell des Brunnens bauen soll.

Nach längerer Diskussion ließ Ludwig Weigand darüber abstimmen, ob die Auftragsvergabe vertagt werden soll. Das Ergebnis: Die Mehrheit wollte sofort abstimmen. Demnach erhält die Firma Würzburger Naturstein Zentrum in Winterhausen den Zuschlag. Sie soll den Brunnen für 24 430 Euro bauen.

Gut zu sehen ist in Possenheim, dass die Verkehrs- und Freiflächen in der Hauptstraße, der Schulstraße, der Poststraße und der Kirchstraße gestalterisch neu angelegt werden. Die Gesamtkosten betragen fast zwei Millionen Euro. Der städtische Eigenanteil bewegt sich aufgrund günstiger Ausschreibungsergebnisse um die 1,4 Millionen Euro.

Sanierung kostete 690 000 Euro


Fast gleichzeitig begann die evangelische Kirchengemeinde mit der Sanierung der Kirche. Nach Angaben von Dekan Martin Ost kostet diese 690 000 Euro. Die Stadt Iphofen wird sich zu einem Zehntel an den nachgewiesenen Kosten beteiligen.
Gebaut wird in Possenheim auch viel von privater Hand. In Verlängerung an die neue Maschinenhalle will Alfred Kräutlein in der Kirchstraße eine weitere Maschinen- und Bergehalle in den Maßen 30 mal acht Meter bauen.

Dabei soll es sich um eine nach Süden offene, mit einem Pultdach versehene Holzkonstruktion handeln. Auf dem Dach soll eine Photovoltaikanlage aufgebracht werden. Der Bauausschuss hatte nichts gegen das Bauvorhaben.
Noch im Bau ist das Haus von Claudia Kräutlein in der Straße Am Hasenbuck. Frühzeitig hat die Bauherrin eine isolierte Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes beantragt, weil sie auf das Dach des neuen Hauses eine Photovoltaikanlage mit zirka 40 Quadratmetern Fläche aufbringen lassen will. Laut Bebauungsplan sind Solar- und Photovoltaikanlagen jeweils bis zu einer Größe von maximal neun Quadratmetern zulässig. Die Bauausschussmitglieder gaben dem Antrag statt, die Bauherrin muss allerdings einige Auflagen beachten.

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