Wiesentheid

Baustelle B286-Brücke: Die kleinen Schäden am großen Betonklotz

Schlechte Nachrichten für die Autofahrer: Die Sanierung der Brücke über der B 286 bei Wiesentheid wird wohl länger dauern als zunächst geplant.
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Relativ kurz sind ei Wartezeiten an der Ampel, die zur Zeit bei der Sanierung der Brücke an der B286 bei Wiesenthei den Vekehr regelt. Foto: Andreas Stöckinger
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Nichts geht mehr zur Zeit, besser gesagt: nichts fährt mehr auf der Brücke zwischen Wiesentheid und Geesdorf. Dort wird bereits seit einigen Wochen wird die Straße auf der Brücke sowie das gesamte Bauwerk saniert. Längst nicht nur die Oberfläche ist an der Reihe, wie sich beim Besuch auf der Baustelle schnell zeigte.

Die Staatsstraße zwischen Wiesentheid und Geesdorf ist gesperrt, Umleitungen regeln das Ganze. Bei der unter der Brücke hindurch führenden Bundesstraße 286 beließ es die Behörde bei einer einseitigen Sperrung. Eine Ampel regelt hier den verkehr auf etwa 300 Metern kurz vor der Ausfahrt der Schnellstraße nach Wiesentheid.

Für die Dauer der Arbeiten verzichtete das das Staatliche Straßenbauamt auf eine komplette Sperre. „Das ist nicht zielführend, die Straße ist sehr hoch belastet. Wo sollen wir sie denn umleiten?“, antwortete Norman Scholz von der Behörde auf Nachfrage.

Einige Schadstellen

Was gemacht wird? „Die Brücke hat einige Schadstellen. An den Pfeilern ist Beton abgeplatzt, dazu sieht man Schäden durch Chlorsalz. Dazu wird das gesamte Bauwerk ertüchtigt. In den nächsten Jahren können wr wegen der Autobahn wohl nicht ran“, erläutert es der Fachmann vom Amt. Wenn die Autobahn in dem Bereich verbreitert wird, dient die Strecke als eine der Umleitungstrassen.

Das Ende der Bauzeit wurde bis November anberaumt. Das dürfte nicht reichen, schätzte Jan Rüth vom beauftragten Bauunternehmen. Er rechnet bis Ende des Jahres, weil bei genauerem Hingucken wieder einmal mehr Dinge auftraten als zunächst gedacht. Derzeit lässt sich auf der vielleicht 40 Meter langen Brücke nicht viel von einer Straße erkennen. Auf der Seite nach Geesdorf hin fehlt ein Stück, das komplett ausgebaut wurde, um besser an den unteren Teil heran zu kommen.

Auf dem Bauwerk wurde die Fahrbahn abgetragen, die Seitenteile, die so genannten Kappen, sind abgetrennt. Rund 50 Tonnen haben allein diese Kappen an Gewicht, schätzt der Bauunternehmer. Sie werden nach und nach ersetzt. In dem Zug werden auch die Brückenauflagen überarbeitet.

Schwerstarbeit

Ziemlich laut wird es, je näher man an die Pfeiler kommt. Dort ist Schwerstarbeit gefragt. Es fliegen kleine Betonteile, denn mit Hochdruck schießt ein Arbeiter den maroden Beton von der Rückwand weg. Das sei nötig, so Rüth, damit man von innen her sanieren kann.

Sonderlich dramatisch sieht er den Zustand der 1964 erbauten Brücke nicht. „Sie ist absolut erhaltenswürdig! Es sind Schwachpunkte, die sich im Laufe der Jahre ergeben. Es sind einzelne Sachen, die man reparieren muss. Wie es bei jedem Wohnhaus vorkommt“, so Rüth.

Der übliche Verschleiß eben. Allerdings treten auch Schäden zutage, die sich erst beim genaueren Hinsehen heraus stellten. So müsse am Beton des mächtigen Anfahrschutzes, der die Pfeiler umgibt, einiges ausgebessert werden. Sechs Meter unter dem Schutz lägen dann die Fundamente, erklärt er.

Wie lange es dauern werde, vermag Rüth nicht zu schätzen. Die Zeit der Umleitungen wird wohl auch in Wiesentheid nicht so bald beendet sein.

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