WIESENTHEID

Bauplätze bleiben gefragtes Gut

Die Nachfrage nach Bauland hält in Wiesentheid ungebrochen an. Zwar beginnt der Markt Wiesentheid erst dieser Tage mit der Erschließung von weiterem Bauland im Bereich des Gebiets Weihersbrunnen, doch bereits jetzt liegen im Rathaus elf Reservierungen für die dort neu entstehenden 14 Baugrundstücke vor.
Artikel drucken Artikel einbetten
Hier entstehen zukünftige Bauplätze: Wiesentheids Bürgermeister Werner Knaier (links) erläutert zwei Bauherren im Baugebiet am Weihersbrunnen, wie es am nördlichen Ortsrand weitergeht. Auf der Fläche links im Bild sollen in Kürze 14 weitere Bauplätze entstehen, um die Nachfrage in Wiesentheid zu decken. Foto: Foto: Andreas Stöckinger

Die Nachfrage nach Bauland hält in Wiesentheid ungebrochen an. Zwar beginnt der Markt Wiesentheid erst dieser Tage mit der Erschließung von weiterem Bauland im Bereich des Gebiets Weihersbrunnen, doch bereits jetzt liegen im Rathaus elf Reservierungen für die dort neu entstehenden 14 Baugrundstücke vor.

Nahezu jede Woche treffen nach Auskunft von Wiesentheids Bürgermeister Werner Knaier Anfragen wegen Bauland bei seiner Verwaltung ein. Etwa fünf zu eins sei das Verhältnis an Nachfragen. Fünf Nachfragen gingen für Wiesentheid ein – eine im gleichen Zeitraum für die drei Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Abtswind, Castell und Rüdenhausen, sagt Richard Scheller vom Bauamt.

„Sehr gute Infrastruktur“

Wegen dieser Zahlen denkt Bürgermeister Knaier konkret daran, weitere Flächen im Norden Wiesentheids, im Anschluss an das bestehende Areal zu erwerben. Künftig wird die Bebauung wohl weiter in Richtung der Straße nach Prichsenstadt gehen. Dazu führe die Gemeinde bereits erste Gesprächen mit den Eigentümern der noch als Ackerland genutzten Fläche, so das Ortsoberhaupt. Knaier sieht den Grund für die große Nachfrage in erster Linie in der „sehr guten Infrastruktur“ seiner Gemeinde. Zudem sei die Lage des Gebiets, wie auch der Preis mit rund 90 Euro pro Quadratmeter für erschlossenes Bauland günstig.

Als weiterer Pluspunkt für eine Ansiedelung am Weihersbrunnen habe sich bei manchem Interessenten das Nahwärmenetz entpuppt, über das die Bauherren ihre Häuser beheizen können. Vom Heizhaus aus, das in Nähe des Gymnasiums errichtet wurde, werden zudem die Schule und die bestehenden Siedlungen, die 1963 beziehungsweise 1982 entstanden sind, versorgt. Die Biogasanlage in Reupelsdorf liefert die Energie, zusätzlich wird Holz aus Hackschnitzeln verschürt.

Für Knaier ist das 2012 in Betrieb gegangene Nahwärmenetz „schon jetzt ein Riesenerfolg“. Bereits nach zwei Jahren, und damit früher als erwartet, schreibe die Einrichtung, welche die Gemeinde gemeinsam mit der Überlandzentrale in Lülsfeld betreibt, schwarze Zahlen. Die Wärmeversorgung verfügt über weitere Kapazitäten, um zukünftige Häuser im Weihersbrunnen zu versorgen.

Etwa zehn Hektar groß ist allein die Fläche des gesamten dritten Bauabschnitts am nördlichen Ortsrand Wiesentheids in Richtung Reupelsdorf, der in den letzten 15 Jahren nahezu vollständig bebaut wurde. Bereits seit Anfang der Neunziger Jahre herrscht eine rege Nachfrage nach Bauland in Wiesentheid. Die im gleichen Zeitraum zusätzlich ausgewiesenen rund zehn Hektar an Bauflächen im Bereich Alte Abtswinder Straße, Lilienring oder in der Carl-Stumpf-Straße sind fast vollständig bebaut.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.