Reupelsdorf

Baugebiet und Kulturweg entstehen in Reupelsdorf

Es ging einiges voran in Reupelsdorf in den vergangenen Jahren. Daran erinnerte Wiesentheids Bürgermeister Werner Knaier bei der Bürgerversammlung in dem mit 401 Einwohner größten der vier Ortsteile. Rund 2,7 Millionen Euro wurden dort in den letzten Jahren investiert, um das Dorf aufzuwerten. "Wenn man die Einwohnerzahl sieht und das, was pro Einwohner ausgegeben wurde durch die Dorferneuerung, dann spielen wir in der oberen Liga. Viel mehr geht nicht", stellte Knaier fest. Gemeinde und Zuwendungen vom Staat teilten sich den Betrag.
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Der Kirchplatz und die Sanierung des alten Pfarrhauses werden als letzte größeren Projekte der Dorferneuerung in Reupelsdorf noch fertig gestellt. Foto: Andreas Stöckinger
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Es ging einiges voran in Reupelsdorf in den vergangenen Jahren. Daran erinnerte Wiesentheids Bürgermeister Werner Knaier bei der Bürgerversammlung in dem mit 401 Einwohner größten der vier Ortsteile. Rund 2,7 Millionen Euro wurden dort in den letzten Jahren investiert, um das Dorf aufzuwerten. "Wenn man die Einwohnerzahl sieht und das, was pro Einwohner ausgegeben wurde durch die Dorferneuerung, dann spielen wir in der oberen Liga. Viel mehr geht nicht", stellte Knaier fest. Gemeinde und Zuwendungen vom Staat teilten sich den Betrag.

Die größten Brocken bei den Ausgaben waren der Ausbau der Ortsdurchfahrt (955 000 Euro), die Sanierung des alten Pfarrhauses (433 000 Euro), die Umgestaltung des Kirchplatzes (383 000 Euro), die Sanierung des Gemeinschaftshauses (375 000 Euro), sowie der Bau eines Kernweges in Richtung Eichfeld (285 000 Euro). Die Projekte Gemeinschaftshaus und altes Pfarrhaus habe man gemeinsam ausgeschrieben, nur deshalb sei man hier in den Genuss von Zuschüssen gekommen, so der Bürgermeister.

Europäischer Kulturweg folgt als nächstes

Als nächstes werden die Reupelsdorfer einen europäischen Kulturweg bekommen, dessen Planung bereits gediehen ist. Der Wanderweg rund um den Ort führt an acht Stationen vorbei, die Besonderheiten der Flur und des Ortes aufzeigen. Die Einweihung des Weges wird mit dem Abschluss der Dorferneuerung am 20. September gefeiert.

Bis dahin dürften die Reupelsdorfer schon mehr Klarheit haben, wie das neue Baugebiet Weichseläcker aussehen soll, das vom Ort aus gesehen rechts der Straße nach Wiesentheid entstehen soll. 2,2 Hektar umfasst das Areal, bei der Erschließung der rund 16 Plätze und vor allem bei den Zufahrten besteht noch Diskussionsbedarf, das zeigte die Versammlung. Ob diese von der Kreisstraße nach Wiesentheid aus erfolgen könne, wie es die Bürger und Gemeindevertreter möchten, muss noch geklärt werden.

Dazu müsste das Ortsschild versetzt und weiter vor den Ort aufgestellt werden. "Dann bräuchten wir keinen Erdwall wie in Geesdorf, das will doch keiner", stellte mit Bernd Flurschütz ein Bürger dar. Er verwies darauf, dass die Anwohner der unmittelbar anschließenden Siedlung keine Zufahrt zum neuen Baugebiet über die parallel davon gelegene Hubertusstraße möchten. Dabei sah er die Gefahr, dass dann wieder der Flur- und Radweg von Autos genutzt werde, um in Richtung Düllstadt abzukürzen. Die Reupelsdorfer hätten bereits einen Brief mit vielen Unterschriften an das Landratsamt geschickt, in dem sie für eine Ausfahrt auf die Wiesentheider Straße plädierten.

Ortstermin soll Klarheit schaffen

"Offene Türen", so der Bürgermeister, liefen die Reupelsdorfer damit bei der Gemeinde ein, denn dort sehe man es genauso. Ein Ortstermin müsse wohl weiteres klären. Ein Problem sei, so Knaier, dass eine zur Ausfahrt benötigte Fläche in Privatbesesitz sei. Der Eigentümer habe sich noch nicht geäußert, ob er gesprächsbereit sei.

Beim Zuschnitt des Baugebiets stellte der Reupelsdorfer Gemeinderat Walter Rosentritt seinen Vorschlag vor, in dem er zwei Wendehämmer vorgesehen hat. Bei dem Plan mit einer durchgehenden Straße, wie es bislang gedacht ist, werde dort zu schnell gefahren, warnte er. Auch darüber wurde in der Bürgerversammlung diskutiert.

Ansonsten hatten die rund 40 gekommenen Reupelsdorfer kaum Anfragen oder gar Kritik an der Gemeindepolitik. "Das war eine sehr ruhige und sehr angenehme Versammlung", merkte Bürgermeister Knaier hinterher an. Das war im Ortsteil beileibe nicht immer so.

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