CASTELL

Baugebiet und Baustellen im Mittelpunkt

Schneller als zunächst gedacht, soll es nun bei der Erneuerung der Ortsdurchfahrt nach Wüstenfelden voran gehen. Wie Bürgermeister Jochen Kramer bei der Bürgerversammlung am Montagabend in Castell vor rund 40 Zuhörern informierte, will die Baufirma die Straße im Oberdorf, die seit Sommer gesperrt ist, bereits bis Ende des Monats fertigstellen. Dann könnte der Verkehr wieder in Richtung Wüstenfelden rollen. Die Strecke muss dazu noch diese Woche für einige Tage komplett gesperrt werden, um die Asphaltdecke aufzubringen. Mit der Dorferneuerung wurden die Wüstenfeldener Straße samt Gehwege und Unterbau saniert.
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Noch wird gebaut in Castell: Die Arbeiten an der Wüstenfeldener Straße verzögern sich. Außerdem ist im Umfeld, wie an der Bergstraße, einiges zu tun. Foto: Foto: Andreas Stöckinger

Schneller als zunächst gedacht, soll es nun bei der Erneuerung der Ortsdurchfahrt nach Wüstenfelden voran gehen. Wie Bürgermeister Jochen Kramer bei der Bürgerversammlung am Montagabend in Castell vor rund 40 Zuhörern informierte, will die Baufirma die Straße im Oberdorf, die seit Sommer gesperrt ist, bereits bis Ende des Monats fertigstellen. Dann könnte der Verkehr wieder in Richtung Wüstenfelden rollen. Die Strecke muss dazu noch diese Woche für einige Tage komplett gesperrt werden, um die Asphaltdecke aufzubringen. Mit der Dorferneuerung wurden die Wüstenfeldener Straße samt Gehwege und Unterbau saniert.

Exakte Kosten, die auf die Anlieger zukommen, konnte Jochen Kramer für diesen Bereich noch nicht nennen. Konkreter wurde er in der zweieinviertelstündigen Versammlung bei zwei kleineren Straßen im Ort, die ebenso erneuert wurden. Für die Schützenhausstraße und die Bergstraße werden in den nächsten zwei bis drei Monaten die Beitragsbescheide verschickt. Etwa fünf Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche dürften auf die Anlieger zukommen nach Abzug der Zuwendungen.

Der Zug der Erneuerung fährt weiter in Castell, wo die Bushaltestelle am Herrengarten nächster größerer Brocken wird – voraussichtlich erst im Jahr 2016. Der Bürgermeister hatte erste Pläne mitgebracht, die zeigen, wie der Platz aussehen soll. Die vor dem Wendekreis eingezeichnete Grünfläche prangerte Jürgen Weber als „Wohlstands-Krampf“ an. Das sei nicht nötig, Grünflächen gebe es in und um Castell genügend, zudem müsse der Bereich gepflegt werden. Nicht alle Bürger teilten diese Meinung.

Ob eine Erweiterung des Baugebiets Schupfäcker komme und wenn ja, wann, wollte Jürgen Weber zudem wissen. Hintergrund ist, dass Castell derzeit kaum mehr Bauflächen anbieten kann. Der Gemeinderat sei in der Frage gespalten, gab das Ortsoberhaupt zu. Es gelte genauso den Ortskern weiter mit Leben zu füllen. Er, so Kramer, sei der Ansicht, dass der Ort Bauplätze brauche und dass das Baugebiet kommen werde. „Wenn erschlossen wird, dann heuer“, sagte er.

In dem Zusammenhang merkte Siegfried Weber an, dass es auch Bürger gebe, die im Ort bauen würden, jedoch mache ihnen der Denkmalschutz einen Strich durch die Rechnung. Er spielte damit auf das Gasthaus Krone am Knieberecher an, das der Besitzer abreißen und neu bauen wollte, was die Behörden allerdings nicht genehmigt hätten. In dieser Sache sei alles unternommen worden, selbst höhere politische Instanzen habe man eingeschaltet, berichtete Bürgermeister Kramer. Die Landrätin habe den Antrag letztlich abgelehnt, um keinen Präzedenzfall zu schaffen.

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