PRICHSENSTADT

Baugebiet Ziegelgärten wird erschlossen

Im Stadtrat Prichsenstadt ist beim Baugebiet Ziegelgärten VI die nächste Hürde genommen. Die Entwurfsplanung für die Straßen und die Kanäle, ist einstimmig akzeptiert worden.
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Die Arbeiten zur Erschließung des Baugebiets Plochweg III in Dampfach haben bereits begonnen. Diese Maßnahme gehört zu den größten Investitionen im aktuellen Haushalt der Gemeinde Wonfurt. Foto: Foto: Ulrike Langer

Im Stadtrat Prichsenstadt ist beim Baugebiet Ziegelgärten VI die nächste Hürde genommen. Die Entwurfsplanung für die Straßen und die Kanäle, ist einstimmig akzeptiert worden. Im Sommer 2018 können die Arbeiten vergeben werden. Etwa Mitte Oktober 2018 könnte Baubeginn sein, und im Sommer 2019 können die Abwasserkanäle, die Wasserversorgung und die Straßen fertig gestellt sein. Große Änderungen am Entwurf musste Walter Hauner vom Büro Baurconsult aus Haßfurt in der Sitzung nicht mehr vornehmen.

Erstaunt zeigten sich die Räte über die Kostensteigerung. Im Haushalt waren 1,35 Millionen Euro eingestellt, jetzt sind es 1,88 Millionen Euro (Grundstückspreise: 117 Euro pro Quadratmeter, erschlossen).

Bauboom wirkt sich aus

Der Grund für diese Steigerung, so Hauner, läge bei den erhöhten Nebenkosten, aber vor allem an den gestiegenen Preisen im Baugewerbe. „Da will ich auch nicht mit geschönten Zahlen rechnen“, sagte Bürgermeister René Schlehr. Die Mehrkosten von gut 532 000 Euro wird Kämmerer Marco Kölln der Rücklage entnehmen, wie er in der Sitzung sagte. „Dadurch wird der Haushalt nicht in Schieflage geraten“, beruhigte er.

Bordsteine ein Thema

Eine Diskussion entspann sich über die Höhe der Bordsteinkante der Fahrbahn. Die gesamte Fahrbahn wird 9,50 Meter breit sein, davon sind sechs Meter für die Autos, zwei Meter für die Seitenstreifen und 1,50 Meter für den Gehweg eingeplant. Die Bordsteinkante hatte Hauner mit fünf Zentimetern veranschlagt, dann würden Autofahrer diese Barriere bemerken und nicht auf dem Gehweg parken. Zu hoch, befand Wolfgang Brosche, der Rollstuhl- und Rollatorfahrer im Visier hatte. Er würde gern auf eine Bordsteinkante verzichten. Dann habe er wieder das leidige Problem mit dem „Überall-wo-es-geht-Parken“ am Hals, entgegnete der Bürgermeister. Letztlich einigte sich der Rat auf einen drei Zentimeter hohen Bordstein, der vor Ausfahrten und Abzweigungen ohnehin verschwinden wird.

Auf Erweiterung angelegt

Die Abwasserkanäle sind einem Trennsystem angelegt (Oberflächen- und Schmutzwasser) und so dimensioniert, dass das Baugebiet problemlos erweitert werden könne. Wird es erweitert, so der Ingenieur, müsse auch das Regenrückhaltebecken vergrößert werden. Entsprechende Grundstücke in der direkten Umgebung befinden sich schon im Besitz der Stadt. Was dem Bürgermeister und den Räten eine leichte Gänsehaut verpasste, war die Zauneidechse. Ist sie nachgewiesen, wie in Prichsenstadt ein Biologe festgestellt hatte, muss sie umgesiedelt werden.

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