KITZINGEN

Bau des Horts verzögert sich

Keine guten Nachrichten für die Eltern und Schüler an der Grund- und Mittelschule Kitzingen Siedlung. Die für Mitte des Jahres geplante Fortführung des Umbaus und der Erweiterung der Schule, insbesondere um eine Mensa und einen Hort mit 70 Plätzen, wird sich verzögern.
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Große Kreisstadt Kitzingen
Große Kreisstadt Kitzingen Foto: Regina Krömer

Keine guten Nachrichten für die Eltern und Schüler an der Grund- und Mittelschule Kitzingen Siedlung. Die für Mitte des Jahres geplante Fortführung des Umbaus und der Erweiterung der Schule, insbesondere um eine Mensa und einen Hort mit 70 Plätzen, wird sich verzögern. Grund: Die Architekturleistungen müssen neu ausgeschrieben werden. Das bedeutet, die Bauarbeiten beginnen vermutlich erst Ende 2015.

Das wurde in der letzten Sitzung des „alten“ Stadtrats in der Wahlperiode 2008 bis 2014 am Dienstag deutlich. Der hob seinen Beschluss vom Dezember 2013 auf, in dem ein Kitzinger Architekturbüro mit weiteren Planungen beauftragt worden war.

Hintergrund: Weil die Bausumme und damit auch die Honorarsumme für den Architekten die vorgeschriebenen Grenzen überschreiten, müssen die Leistungen nach der Vergabeordnung für freiberufliche Leistungen (VOF) wie Architekten- oder Ingenieurleistungen europaweit ausgeschrieben werden.

Wie Bauamtsleiter Oliver Graumann sagte, bestehe die Regierung von Unterfranken als wesentlicher Zuschussgeber auf die Anwendung der VOF. Warum die nicht schon im Dezember 2013 angewendet worden sei, begründete Graumann mit der damals noch niedrigeren Bau- und Honorarsumme, die die europaweite Ausschreibung noch nicht nötig gemacht habe. Dann aber sei der millionenschwere Beschluss zum Bau eines Hortes hinzugekommen. Damit komme die Stadt um die neue Ausschreibung nicht herum.

Die Mehrheit im Stadtrat (20 zu zehn) biss eher ungern in den sauren Apfel, wie es Andreas Moser von der CSU sagte. Thomas Rank (CSU) hatte trotz der klaren rechtlichen Situation kein gutes Gefühl. Astrid Glos (SPD) bedauerte die Stagnation auf der Baustelle, die wohl frühestens 2016/17 fertig sein wird. Für Karl-Heinz Schmidt war die Aufhebung und Neuausschreibung absehbar. Wie der Architekt sagte, müssen Aufträge für Dienstleistungen nach VOF europaweit ausgeschrieben werden, wenn das geschätzte Honorar 207 000 Euro überschreite. Und das sei schon vor einem halben Jahr klar gewesen. Dennoch, der Beschluss wurde aufgehoben. Die neue Ausschreibung kommt.

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