Possenheim
Bürgerversammlung

Bald wieder eine Baustelle in Possenheim?

In Possenheim hat sich im letzten Jahr viel getan: Die Ortsmitte wurde neu gestaltet, die neue Fahrzeughalle der Feuerwehr eingeweiht und die Kirche renoviert. Als nächstes könnte ein Mehrgenerationenhaus entstehen.
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Aus dem leerstehenden Gasthaus könnte eventuell ein Mehrgenerationenhaus werden.  Fotos: Rainer Fritsch
Aus dem leerstehenden Gasthaus könnte eventuell ein Mehrgenerationenhaus werden. Fotos: Rainer Fritsch
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"Die Straßenausbaubeiträge für die Possenheimer werden niedriger sein, als wir zunächst angenommen und den Bürgern vermittelt haben." Mit dieser positiven Nachricht konnte der Iphöfer Bürgermeister Josef Mend (FWG) die letzte von sieben Bürgerversammlungen im Bürgerhaus von Possenheim eröffnen. Von den rund 50 anwesenden Possenheimern gab es daher auch keine Wortmeldung zu diesem Thema.

62 Bürger müssen bezahlen

Laut Mend müsse die Stadt zwar noch die endgültigen Abrechnungen der Baufirmen abwarten, die Bürger können aber mit einem Beitrag von 9,00 bis 9,50 Euro pro Quadratmeter rechnen. Die Straßenbaukosten, die auf die 62 betroffenen Grundstücke umgelegt werden müssen (die Kosten für die Gestaltung der Ortsmitte samt Pavillon werden nicht umgelegt), betragen knapp 538.000 Euro. Die Grundstücksgesamtfläche hat einen Umfang von rund 60.000 Euro.

Im Durchschnitt haben die 62 Grundstücke eine Größe von 8677 Quadratmetern. "Die Kosten sind für jeden Einzelnen zwar sicherlich relativ hoch", äußerte sich Mend, "mit der Sanierung der Straßen werden aber auch die Grundstücke aufgewertet." Ob die Beitragsbescheide noch in diesem Jahr zugestellt werden können, ist fraglich. Die Bürgern werden aber wahrscheinlich, wie bisher üblich, die Möglichkeit haben, die Zahlung über zwei Jahresraten zu tätigen.

Bezüglich der Gesamtkosten gab Mend noch folgende Zahlen bekannt: die Ortsstraßen mit Nebenflächen und Gehsteigen kosteten rund 1,3 Millionen, der Pavillon 32.543 Euro, der Brunnen 24.430 Euro, die Zufahrt West mit Radweg (noch nicht ganz fertig) 389.546 Euro.

In seinem Bericht ging der Rathauschef vor allem auf die zahlreichen Aktivitäten in Possenheim ein, die in diesem Jahr auch meist mit einem Fest abgeschlossen werden konnten. Im Herbst 2012 wurde die neue Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr mit Lagerräumen ihrer Bestimmung übergeben. Die Gesamtkosten betrugen eine halbe Millionen Euro, der Zuschuss für den Stellplatz 46.500 Euro. "Eine funktionierende und gut ausgestattete Stadtteilwehr ist sehr wichtig für den Ersteinsatz zur Rettung von Menschen", betonte Mend.

Der Brunnen und das Fähnchen

Vor zwei Wochen wurde die Umgestaltung der Ortsmitte samt neuem Brunnen abgeschlossen und mit einem Fest gebührend gefeiert. Da einige Bürger dabei der Meinung waren, dass der Brunnen zu kahl aussieht, machte Mend den Vorschlag, den Brunnen mit der Figur des "Possermer Kracken", also einer Krähe, zu versehen. Mit den Worten von Hans Weigand - "Dadurch wird der Brunnen auch nicht schöner" - wurde dieses Thema schnell beendet.

Auch die Diskussion über ein Windrädchen mit Fähnlein auf dem Pavillon wurde nur kurz angesprochen. Dieses Windrädchen stand einst auf dem alten Feuerwehrhaus und sollte nach der Umgestaltung des Platzes wieder einen Platz finden. Die Anwesenden waren der Meinung, man sollte das Windrädchen zwar aufheben, aber nicht aufstellen.

Fertiggestellt wurde in diesem Jahr auch die umfangreiche Renovierung der Dorfkirche, wozu die Stadt einen Beitrag von 70.000 Euro leistete. In diesem Zusammenhang bedankte sich Mend beim anwesenden Dekan Martin Ost für die gute Zusammenarbeit. Bezüglich der Außenanlagen bei der Kirche wird an der linken Seite kein neuer Baum mehr gepflanzt, da dieser nur eine Einfahrt verengen würde. Rechts soll der beseitigte Baum durch eine Neupflanzung ersetzt werden.

Trotz dieser großen Bautätigkeit sprach Mend am Donnerstag bereits ein weiteres Projekt an, das er im Stadtrat noch nicht vorgetragen hat: die Sanierung und Reaktivierung der leer stehenden Dorfgastwirtschaft. Der Bauausschuss hat dieses Gebäude schon vor einigen Jahren einmal besichtigt, ohne dass dann Lösungen diskutiert wurden. Mend könnte sich in dem denkmalgeschützten Gebäude ein "Mehrgenerationenhaus" vorstellen, ähnlich wie in Langenfeld, mit fünf kleineren Wohneinheiten und einem Gemeinschaftsraum. Die Trägerschaft könnte die Stadt mit der Kirche und der Diakonie übernehmen. "Ältere Menschen könnten so an ihrem Heimatort wohnen bleiben", sagte Mend.







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